Neuseeland - Brasilien
Nach überstandener WM und schwarz-rot-goldenem "WIR"-Rausch stand im Roten Baum eine Diskussionsveranstaltung zum Thema Rassismus und Antisemitismus in Fussballstadien auf der Tagesordnung. Anschließend wurde eine alternative Tischkickfussballweltmeisterschaft ausgespielt. Die angetretenen Intergalaktischen plazierten sich zwar sehr durchwachsen, bekamen zur Belohnung dennoch Freikarten für die derzeit in Dresden stattfindende Juniorinnen-WM der Fifa geschenkt.
Ausgekuckt hatten wir uns die Partie der Gruppe B zwischen den Vertreterinnen der Fußballverbände Brasiliens und Neuseeland, 11.30 wäre das Spiel Costa Rica - Kolumbien zusätzlich oder alternativ zu besuchen gewesen.
Die Vorzeichen waren klar. Während die Neuseeländerinnen bereits ausgeschieden waren, konnten auch die Brasilianerinnen nicht mehr aus eigener Kraft das Viertelfinale erreichen.
Parallel zu unserer Begegnung trafen in Augsburg Nordkorea und Schweden aufeinander. Die Nordkoreanerinnen, auf Platz 1 liegend, hatten sich bereits für die nächste Runde qualifiziert, während die Schwedinnen, auf Platz 2 liegend, mindestens ein Unentschieden benötigten, aber mit einem Sieg die Gruppenphase auch als Gruppensieger beenden hätten können.
Um es kurz zu machen, die Brasilianerinnen dominierten die Partie, spielten technisch sehr ansprechend, allgemein unterhaltsam und gewannen verdient mit 4:1. Heraus stach vor allem die blonde Mittelfeldakteurin mit der Nummer 2 "Leah". Nicht nur durch ihre Haarfarbe, sondern viel mehr durch ihre zirkusreifen und sehr ansehnlichen Einwürfe. Da Schweden mit 2:3 gegen die Nordkoreanerinnen verlor, schaffte der Nachwuchs vom Zuckerhut den Einzug in die Runde der letzten Acht, während die Skandinavierinnen die Heimreise antreten dürfen!
Zum Stade Rudolf Harbig, das nach dem Leichtathleten, Weltrekordler und DSC-Legende Rudolf Harbig benannt worden ist, ist nicht viel zu sagen, außer dass im Vergleich zum alten Oval die nähe zum Spielfeld für einen "mitten drin statt nur dabei"-Effekt sorgt. Der Rest ist naja, eine 08/15 Hütte, bei der jegliche Individualität fehlt. Die Frage die mich beschäftigt, warum muss ein Fussballstadion nach einem Leichtathleten benannt werden?
Insgesamt wurden 12.000, die Besucher beider am heutigen Tage stattfindenden Partien addiert, gemeldet. Dafür dass die Karten kostenlos waren, waren die Getränkepreise eine absolute Frechheit. 6.50€ für Cola und Brezel. Nein Danke, das Geld investier ich lieber in eine Fahrt mit der Parkeisenbahn durch den Großen Garten! Übertrieben waren auch die vielen Sicherheitsbeamten der Staatsgewalt...



