Dresdner SC 1898 - Post SV Dresden
Erneut bescherrte der Staffelspielplan zum Auftakt die Partie Friedrichstadt gegen Cotta im Heinz-Steyer-Stadion. Alles war angerichtet für einen gemütlichen Fußballnachmittag. Die Sonne strahlte, die Tribüne in Schwarz-Rot geschmückt, neue Fahnen und gut gelaunte Menschen.
Doch wie immer geht ein Spiel gegen die Post nicht ohne Zwischenfall über die Bühne. Doch die Ereignisse vom Samstag stellen alles bisher erlebte in den Schatten.
Von Beginn an verbreiteten die angereisten Gäste eine anggressive Grundstimmung. Die schwarz-gelb trikotierten liesen sich anstecken und wussten gegen die gut gestaffelte und konsequent nachsetzende Sport-Club-Elf nur mit Hilfe von rüden Fouls Abhilfe zu schaffen. Verdient führten die 98er mit 2:0 und hatten Glück, dass noch keiner verletzt vom Platz musste. Die Zuschauer kommentierten die Unsportlichkeiten mit süffisanten Mitleidsbekundungen und niveauarmen Gegröhle! "Scheiß Antifa" garniert mit einem Hinweis auf den mitte der Woche statt gefundenen Brandanschlag in Löbtau und der Frage, ob wir daraus nichts gelernt hätten.
In der 55. Minute war es so weit. Aus heiterem Himmel schlichen sich 15-20 Vermummte über den Nebeneingang ins Stadion und stürmten auf die Tribüne! Zielgerichtet Richtung DSC Fans prügelnd und nach der Fahne grabschend tummelte sich der größtenteils schwarz-gelb vermummte Mob auf der Steintribüne. Doch durch die Sicherheitskräfte, mit Hilfe beherzt eingreifender DSCer konnten alle Fahnen gesichert und der Pöbel aus dem Stadion vertrieben werden. Zum Glück gab es keine schwerer Verletzten.
Auf dem Spielfeld standen unsere Rothemden konsterniert Richtung Tribüne blickend. Während Schiedsrichtergespann und Gästemannschaft im Kabinentrakt Schutz suchten. Als kurzer Zeit später die Polizei eintraf war die Situation befriedet. Es waren nun ca. 20 Personen, Ordnungsdienst und Polizei, im Stadion die für die Sicherheit sorgten. Der Schiedsrichter erkannte die Situation und wollte das Spiel wieder anpfeifen. Doch der Kapitän der Gäste verkündete, dass die Mannschaft "aus Angst" nicht antreten könne. Anstatt eine klare Ansage zu machen und sich mit den Fußballern des DSC zu solidarisieren, versuchen die Gäste nun, diesen Skandal für sich zu missbrauchen und am grünen Tisch Kapital zu schlagen. Der Angriff galt allein den Fans des DSC. Kein Postfan wurde in Mitleidenschaft gezogen. Dies wäre die Chance für den Post-SV gewesen, zu zeigen, dass trotz aller Rivalität das Sportliche im Mittelpunkt steht und wir uns den Sport nicht von gewaltbereiten Idioten kaputt machen lassen.
Wieviel Angst die Spieler und Fans des Post-SV Dresden hatten, sah man an der eiligen Abreise. Noch über sechzig Minuten verbrachten Fans und Spieler des Post-SV Dresden auf der Tribüne des Heinz-Steyer-Stadions. Mehrfach durften wir uns anhören, dass wir selber Schuld sind, wir sind halt DSCer!
Auch wenn der Sport in den Hintergrund getreten ist, haben wir viel Mühe in die Vorbereitung des Spiels gelegt und möchten euch die Bilder nicht vorenthalten!



