Dresdner SC 1898 - Großenhainer FV 1990
Am 13. Spieltag durfte der Dresdner SC den bisher einsam seine Kreise ziehenden Tabellenführer aus Großenhain begrüßen. Aus den bisher gespielten zwölf Partien hatten die Großenhainer 33 Punkte geholt und nur gegen Dynamo IV. verloren.
Auch für die örtliche Dynamofraktion stellte das Spiel beim glorreichen Dresdner SC die interessantere Begegnung dar, als der Auswärtssieg des SV Babelsberg 03. So entschieden sich ein paar Kerls den extra für sie hergerichteten Gästeblock zu bevölkern. Getreu nach dem Motto "sing when you're winning" kam im Gästeblock selten Stimmung auf, so mal kurz nach dem 0:1 ... "Hasta la vista antifascista" und ein Banner "Wann, wo, wieviele" waren die Höhepunkte des wenig ansprechenden Auftritts der Gäste...
Der Support auf Heimseite war auch eher sporadisch, aber am Anspruch gemessen mit dem Prädikat "genügend" zu versehen!
Ebenfalls seinem Anspruch nicht gerecht wurde zu keiner Zeit der als Spitzenreiter angereiste GFV. Dieser entschied das Spiel glücklich, durch einen Patzer der DSC-Hintermannschaft. Der erneut unterirdische Schiedsrichter tat sein übriges... Die Nummer acht der Gäste, bereits gelb verwarnt, schubst Haase am Spielfeldrand, der Linienrichter hatte es gesehen und teilte es dem Referee mit, doch was macht der? Verwarnt beide mündlich und ignoriert arrogant den Hinweis seines Kollegen. Kurz danach folgte die nächste Aktion des Achters, doch von Gelb-Rot erneut keine Spur... diverse Schimpfwörter gegen den Parteiischen wabberten zurecht von der Tribüne aufs Spielfeld! Echt schlimm, dass sich so ein Caesarverschnitt die Schiedsrichterkleidung überstreifen darf, um seinen narzistischen Egogelüsten auf dem heiligen Friedrichstädter Rasen zu fröhnen.
Aber auch unsere Rothemden waren selten in der Lage hochkarätige Chancen zu erspielen. Der DSC hatte die Gäste zwar größtenteils im Griff spielte aber zu unkreativ. Wenn der Freudi einfach mal abspielen oder schießen würde, JA WENN!!!! Aber mit Verlaub, der Versuch zehn Abwehrspieler zu überlaufen, übersteigt seine Fähigkeiten. Ab und an war er ja durch und dann war es auch brandgefährlich. Aber das klappt auch nur, wenn Großenhain nicht mit zwölf Mann im eigenen Straufram steht! Die anschließenden Flanken kamen dann leider immer ein Stück zu weit! So, dass Heino dem Ball immer nur sehnsüchtig hinterher blicken konnte.
Die größte Chance hatte der DSC kurz vor Schluß, als Stefan Steglich einen Steilpass erlaufen konnte und aus Nahdistanz, am rechten Ende des Fünfmeterraums, am glänzend reagierenden Rückhalt der Großenhainer scheiterte.
Aber Leben geht weiter ... und zum Thema "ihr seid Zecken", vielleicht spricht sich irgendwann mal in der Provinz rum was schon längst Kult ist:
Dazu Fanreporter Kay:
Statistik:
Dresdner SC: Groß - Preißiger, Niese, Baum, Forgber (68. A. Kaltofen) - Steglich, J. Kaltofen, Wecker, Freudenberg - Pokorny (46. Haase), Heinrich (85.
Hoffmann)
Tor: 0:1 Kalka (63. Min)
Zuschauer: 223



