Dresdner SC 1898 - Rotation Dresden
Nach zuletzt zehn Punkten aus den vergangenen vier Spielen machte sich in der Friedrichstadt eine leicht euphorische Stimmung breit. Gepaart mit einer gesunden Portion Skepsis in Anbetracht des Gegners TSV Rotation Dresden. Denn die "Wundertüte der Bezirksklasse" ist regelmäßig Stolperstein für Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel. Zweimal wurde der aktuelle Tabellendritte Dynamo IV geschlagen, am ersten Spieltag sogar mit 7:2 und zuletzt gewannen die Pieschener auch beim gestürtzten Tabellenführer Großenhain.
Im Hinspiel stolperten auch die Lucic-Schützlinge an der Eisenberger Straße mit 1:3. Doch nach dem Auswärtssieg in Strehla und der geglückten Revanche sollte im heimischen Steyer-Stadion die Fortsetzung des Zweiteilers des Bezirksklassenblockbusters "Wiedergutmachung" folgen. Als Tribut für die zuletzt gesteigerte Einsatzbereitschaft wurde sich beim beflaggen der Steintribüne auch ein wenig mehr Mühe gegeben und jene in ihr entzückend rotes Kleid gehüllt.
Schon vor dem Spiel begeisterten die Sachverhalte, dass mit Stegi ein lange Verletzter den Weg zurück in die Startaufstellung fand und auf der Auswechselbank insgesamt vier Feldspieler plus Torwart Platz nahmen, und das ohne A-Junior. Welch luxoriöse Auswahl, verleitend zum Größenwahn, im Vergleich zur Personalsituation der letzten Spiele.
Aber nun Anstoß. Die erste Halbzeit ist schnell erzählt. Sport-Club-Viertelstunde ohne blaues Auge überstanden und kaum eigene Chancen erarbeitet. Dafür konsequent auf die Unsicherheit des Gästekeepers gesetzt, doch leider immer Knapp an der Kiste vorbei geschossen. Die größte Chance in der ersten Halbzeit verhinderte bezeichnenderweise ein Rothemd, als Gästekeeper Leuner einen Weckerfreistoß nur abklatschen kann und der einschußbereite Heinrich den in den Weg springenden Csobot anschießt. Oder war es andersrum? Zumindest haut Pokorny den Ball im Nachschuß über die leere Kiste!
In der Halbzeit dann der Geniestreich des Trainergespanns. Albrecht Kaltofen kommt für Pokorny ins Spiel. Albi bringt Konzept und Durchsetzungsvermögen in das Offensivspiel und leitet durch eine Flanke mustergültig das 1:0 durch Rico Niederlein ein! Rhyme the rhyme well!
Ein Schluck Bier später trägt wieder Kaltofen den Ball in Netzermanier durchs Mittelfeld, passt auf Csobot und der flankt auf Heino der, na wie wohl, na müstergültig einnetzt! Das dürfte für Heino wohl sein ganz persönlicher Kreisparteitag gewesen sein, hatte er doch zuletzt am zwölften Spieltag gegen Dynamo getroffen. Zuweilen spielten sich heitere Szenen auf der Tribüne ab, wie die bockigen Kinder meinten die nun frustrierten Rotationrentner uns mit dem Spielstand im Harbig-Stadion provzieren zu müssen oder zu können, müsste Mensch sagen. Dynamo! 3:0! Na und? Falsches Spiel! Können wir doch nix für, dass die Rente nicht für ein Drittligaspiel reicht! Geht doch nach drüben!
Und auf einmal fiel der Anschlußtreffer durch einen Wodnerkopfball, Ei der Daus, plötzlich war der Rentnermob doch wieder wegen und für Rotation hier, hier im heiligen Estadio "Heinz-Steyer". Ein paar Sekunden Schnappatmung später, Aufregung im Strafraum, Wodner steht so gut wie auf der Grundlinie mit dem Ball eigentlich schon im Tor! Doch irgendeine göttliche Fügung lies ihn über den Ball stolpern und ein paar Janakiewreflexe später war der Ball im aus! Unglaublich ... thats Bezirksklasse!
In der 66. Minute dann der Stoß ins Herz der Schwarz-Weißen durch Alexander "Pandev" Preißiger. Erneut eine Flanke und der Alex mit dem Ben-Hatira-Gedächtnis-Heber! Wer brauch denn da Bundesliga... um nicht Zuschlag für Überlänge verlangen zu müssen, machen wir den Rest kurz! Noch einmal der Heino und der Csobi erhöten auf fünf Sportclub-Tore und Schmidt netzte auf zwei für den TSV ein. Was eine zweite Halbzeit! Sieben Tore an der Zahl.
Bis bald, zur Statistik und den Bildern gehts HIER, einen sachlichen Spielbericht findet Mensch HIER(Achtung, Sie verlassen diese Seite) und hier die Tore im und vom DSC-FanTV:



