Dresdner Sport-Club
VfB Hellerau-Klotzsche
Dresdner Sport-Club gegen den VfB Hellerau-Klotzsche versprach die letzten Jahre durchweg ein mulmiges Gefühl und Niederlagen für den Dresdner SC. Die Norddresdner waren 2008 aus der Bezirksliga abgestiegen und spielten seitdem eine entscheidende Rolle im Kampf um den Wiederaufstieg.
Dieses Jahr konnte das Team kaum überzeugen und spielte eine miserable Hinrunde, doch es scheint als wollten die VfB’er in der Rückrunde beweisen, dass sie zu Unrecht in der zweiten Hälfte der Tabelle platziert sind. Ohne den Einsatz eines gelbgesperrten Spielers gegen Tabellenführer Großenhain, dass die Blau-Weißen mit 2:3 für sich entschieden, aber vom Sportgericht mit 2:0 gewertet wurde, läge der VfB nach dem heutigen 4:2 gegen den DSC punktgleich mit selbigem auf Rang zwei der Rückrundentabelle
Doch keineswegs hatte die Niederlage etwas mit berauschendem Offensivspektakel der Fluglotsen zu tun. Ich denke auch, dass das Orakel von Delphi Unrecht mit seiner These hat, wenn es meint, dass unsere Mannschaft ein Problem mit der Psyche bekommt, sobald es am Aufstiegsplatz schnuppert.
Dennoch könnte die Niederlage in der Psyche begründet liegen. Alles begann so knackig. Der MDR war da, die Tribüne beflaggt und in einen Fahnenozean verwandelt. Meer wäre hier zu kurz gegriffen. Der DSC von Anfang am Drücker! Die Hintermannschaft der Gäste glich einem Hühnerhaufen. Wecker mit Chancen und Niko Kuon mit seinem ersten Saisontreffer zur bis dato verdienten Führung.
Zumindest ich hatte nun das Gefühl Marke „släuft“. Aber der Gestus der Unschlagbaren wurde uns heute zum Verhängnis. Auch nach fünf grandiosen Siegen läuft Nichts von allein. Innerhalb von vier Minuten ging der Gast in Führung. Eine ganz neue Situation. Klar haben wir gegen die Post oder Meißen innerhlab kürzester Zeit zwei Gegentreffer hinnehmen müssen, doch gerieten wir dadurch nicht in Rückstand.
Die Rothemden stolperten nun nur noch so vor sich hin und bekamen unter Schock gleich noch zwei bittere Pillen verabreicht. „Hi-Ha-Ho – Sport-Club ist K.O.“, unsere Letzte Hoffnung, da war doch was. FCK – Bayern, 7:4 nach 1:4.
Dafür fehlten aber leider unsere Leader, Spieler wie Albi Kaltofen oder Stegi natürlich schmerzlich. Der Günter Netzer des Ostens hätte das Spiel an sich gerissen und die Wende gebracht.
Außerdem fehlten die herausgeholten Standartsituationen, die unser Mario Basler dann konsequent ins Eck gesemmelt hätte. Dieser wurde heute übrigens vom MDR für das Tor des Monats ausgezeichnet. Bewegte Bilder. Wahre Worte des MDR-Kommentators, „die Niederlage haut weder einen DSC noch einen Tino Wecker um“, natürlich nicht. Die Niederlage war eingeplant und jetzt geht’s los!
Die Spieler fühlten sich wahrscheinlich dennoch als moralische Sieger. „Von wegen erste Halbzeit Top, zweite Halbzeit Flop. Dem haben wir’s gezeigt!“.
Daher war die Stimmung im Auge des kommenden Aufstiegs auch recht gut. So wird gemunkelt. Monoton und minimal, aber laut! Retro oder Oldskool halt. Alle nach Leuben! Dort gibt’s gut Essen.



