Dresdner Sport-Club

SG Dresden-Striesen

Schon Sonntagmorgen begann der ereignisreiche Fußballsonntag. Die A-Jugend trat zur Tabellenführungsreconquista gegen Traktor Kalkreuth auf dem Kunstrasen im Gehege an. Mit 5:1 siegte der alte und neue Spitzenreiter gegen den Tabellendritten. Es bleibt bei zwei Toren Vorsprung vor der SpG Turbine/Helios.

Vom Spitzenreiter sein träumte diese Saison auch die erste Vertretung des Dresdner SC. Doch auch im vierten Jahr Bezirksklasse war der DSC noch nicht einmal Tabellenführer! Genug gejammert, zu Gast in der Friedrichstadt war am regnerisch-sonnigen Sonntagnachmittag die SG Striesen. Ein polithistorisch höchstbrisantes Duell. Ost- gegen Westdresden. Der Nazi- gegen den Kommunistenmeister. Beide 1945 aufgelöst, der Dresdner SV 1910 wurde allerdings 1933 von den Nazis als amtierender Rotsportmeister verboten. Doch weder Thälmann noch Goebbels ließen sich blicken, um ihre Vorzeigevereine zum Sieg zu schieben …

Stattdessen wollten 131 Leute sehen wir der DSC heute seine Siegesserie zum Saisonabschluss startet. Beim Abergläubigen standen zunächst jedoch alle Vorzeichen auf Niederlage, denn alle Tipps der IJ-Prognose gingen bis dahin daneben. Doch die Lucic-Schützlinge spielten offensiven Tempofußball, zwangen die Striesener durch konsequentes Pressing zu verheerenden Fehlpässen und kombinierten dazu ansehnlich. Wieder einmal die Chancenverwertung ließ einem die Haare zu Berge stehen.

Heino scheiterte an Pfosten und Latte. Bei zwei präzisen Schüssen parierte der Schlussmann der SGS herausragend und Freudi semmelte den Ball in den Ostraer Nachmittagshimmel. Und dann die – hier von einer Chance zu sprechen wäre eine Adelung – ein Klärungsversuch flipperte von der Hacke eines Strieseners Richtung Tor zurück und senkte sich gefährlich über den überraschten Victor Richtung lange Ecke, der macht den Schritt und hebt ab, die Fingerspitzen streicheln den Ball zur Ecke!

Zweite Halbzeit das gleiche Bild. Dominanter Sport-Club, defensive Striesener, denen offensiv so gut wie gar nichts gelingt. Was aber auch an unserer starken Verteidigung lag. Besonders die Kopfballstärke von Rico Niederlein und das starke Aufbauspiel von Niko Kuon (Spieler des Spiels) waren besonders auffällig.

Nach unzähligen Robbery aka Messi aka Freudi Dribblings, der sich zwischendurch auch mal bis zum Torwart durchgetanzt hatte, jedoch sehenswert verzieht (zum Glück war da ein Striesener dazwischen sonst wäre der Ball wohl auf der Holztribüne gelandet) ist es The Machine der seinen Gegenspieler vernascht und den starken Kunath bezwingt. Anschließend ist es Alex Preißiger der aus 25 Yards die Entscheidung bringt. Gegen Ende verstolperte Heino noch eins, zwei Angriffe und Tim Hoffmann vergibt in Slapstick-Manier DIE hundertprozentige, als er aus zwei Metern am langen Pfosten aufs leere Tor köpft, den Ball jedoch neben selbigen setzt, während er sich selber verwandelt.

Die Enttäuschung des Spiels dagegen erneut Poko, der wieder keine gute Leistung zeigte. Einige Anwesende forderten Vehement die Einwechslung von Abteilungsleiter Marcus Zillich, im Mittelfeld mit The Machine hätte zum legendären statischen Dreieck dann nur noch Ronaldo Zornadonna gefehlt. Wobei Tino heute ein stark erhöhtes Laufpensum vorweisen konnte und sich einige Bälle erlief.

Zur Anwesenheitsbestätigung hing auch nur eine Fahne und so erlebte die intergalaktische Fangemeinde einen entspannten Fußballsonntag mit bezauberndem Fußballsport Marke Dresdner SC und Mensch verblieb in der Hoffnung dann im nächsten Jahr die verzinkte Radkappe in die Dresdner Friedrichstadt zu holen.

Bilder/Statistik