VfB Hellerau-Klotzsche - Dresdner SC 1898
Das Auswärtsspiel des sechsten Spieltags bei Hellerau-Klotzsche stand für die Friedrichstädter unter keinen guten Vorzeichen. Zwar schoß Andre Csobot mit einem Fünferpack den VfB im Alleingang aus dem Landespokal, doch seit dem Abstieg der Blau-Weißen in die Bezirksklasse ist es den Rot-Schwarzen nie gelungen drei Punkte gegen den Aufstiegskandidaten zu holen. Beim ersten Aufeinandertreffen gab es ein unglückliches Unentschieden im Steyer-Stadion, die letzten drei Partien wurden allesamt verloren.
Bei leichtem Nieselregen, der sich während der Partie in strömenden Regen wandelte, blieb die Auswechselbank dünn besetzt. Lediglich Andre Csobot und Victor Janakiew nahmen als Ersatzspieler Platz. Niko Kuon, Miko, Pokorny, Anh, Hoffmann, Forgber, Niederlein und Steglich standen nicht zur Verfügung, außerdem war Preißiger nach der gelb-roten Karte im letzten Spiel gesperrt.
Dennoch erspielten sich die Rothemden von Beginn an Feldvorteile. Die zwangsumgestellte Verteidigung leistete sich jedoch einige Aussetzer. Während vorne reihenweise Großchancen vergeben wurden, war der DSC auch ab und an im Glück, dass es hinten nicht klingelte, zwingende Chancen sollte sich der VfB zu Beginn jedoch nicht erspielen.
Erneut lieferte der quirlige Freudenberg eine gute Leistung, es mangelte lediglich am finalen Pass und Abschluß und sorge beständig für Gefahr. In der zweiten Halbzeit riss dann der gut aufgelegte Wecker das Heft des Handelns an sich und setzte seine Mitspieler mehrfach gut in Szene.
Nach einem Foul und dem fälligen Freistoß hämmerte der Wecker den Ball in den Fünfmeterraum wo der für den verletzten Kaltofen eingewechselte Csobot das Bein hinhielt und der Ball im Netz zappelte. Die Angst vor einem typischem "Sport-Club" brach sich nun Bahn, den es waren noch 25 Minuten zu spielen. Doch die 98er steckten keineswegs auf und wiederholt wussten sich die Verteidiger des VfB nur mit einem Foul zu helfen. Der Wecker schritt wiederum zum Freistoß und jagte den Ball über die Mauer ins schwarz-mohnrote Siegesglück. Nicht unhaltbar.
Hellerau machte nun auf und kam in der Schlußphase noch zu einigen guten Chancen. Aber zu spät. Obwohl die Friedrichstädter ihre Konterchancen nicht konsequent ausspielten, die größte hatte Csobot, der aus zwanzig Metern abzog und den gegnerischen Torwart zu einer Glanzparade zwang, endete das Spiel mit dem lang ersehnten Sieg.
Die insgesamt 50 Gästeanhänger unter den 120 Zuschauern feierten ihre Mannschaft und von der Haupttribüne bekam jeder Spieler seinen ganz persönlichen Applaus.
Höhepunkt: in der 90. Minute gab Victor Janakiew sein Debüt im schwarz-roten Dress auf ungewohnter Position. Für Christian Heinrich sollte er im Sturm aufdribbeln und kam noch zu einer guten Szene, als er einen Verteidiger des VfB austeigen ließ.
Mit nun drei Euro hat der VfB seine Eintrittpreise den unsrigen angepasst. Vermutlich zur Finanzierung des Ausbaus des Vereinsheims. Dafür gab es jedoch günstig Bratwurst und Bier zu je einsfufftsch.
Dresdner SC: Groß - Kahlig, Baum, Niese, Haase - Freudenberg, A. Kaltofen (45. Csobot), J. Kaltofen, Wecker - Damm, Heinrich (90. Janakiew)
Zuschauer: 120 (ca. 50 Gäste)



