Mitteldeutsche Meisterschaft

 

Finale| S0, 29.03.1931 | Heinz-Steyer-Stadion

Dresdner Sport-Club

SV Preußen Langensalza

Statistik

DSC: Richter - Clauß, Herzog - Stössel, Köhler, Hartmann - Hallmann, Berthold, Schlösser, Hofmann, Müller

 

Preußen: Helbing - Henninger, Müntefering - Gruber, Reuter, Hausmann - Dietershagen, Schütze, Brauer, Thiem, Schrepel

 

Zuschauer: 25.000

Zur Saisoneröffnung sollte es eigentlich ein reizvolles Spiel im Heinz-Steyer-Stadion geben. Denn vor 80 Jahren, am 29. März 1931 schlug der DSC vor 20.000-25.000 Zuschauern im damals noch vereinseigenen und selbst erbauten DSC-Stadion den SV Preußen Langensalza mit 6:0.

An der Seitenlinie stand der legendäre Pionier des modernen Fußballs auf dem Europäischen Festland: James „Jimmy“ Hogan. Hogan war als Fußballer unter anderem für den FC Burnley, den FC Fulham und die Wolverhampton Wanderers aktiv. Als Trainer übernahm der Engländer unter anderem die Young Boys Bern, den MTK Budapest, den FC Lausanne-Sports oder den Racing Club de Paris.

Als seine größte Tat in der Friedrichstädter Ära (1928-1932) kann wohl die Verpflichtung von Stürmer-Legende Richard Hofmann betrachtet werden, der von Meerane 07 zum DSC wechselte. Hogan legte die Grundlagen für die spätere Meistermannschaft der vierziger Jahre.

Auf dem Weg ins Finale der Meisterschaft des Verbands Mitteldeutscher Ballspiel-Vereine hatte der Dresdner Sport-Club zunächst Budissa Bautzen mit 11:0, den VFC Plauen mit 6:3 und schließlich den Planitzer SC mit 3:1 aus dem Weg geräumt.

Der SV Preußen bekam es auf dem Weg ins Finale mit dem VfL Duderstadt (6:1), dem SC Stadtfilm (4:0), dem Magdeburger FV Fortuna (5:1) und dem 1. SV Jena (Heute FC Carl-Zeiss) (4:2) zu tun. Im Finale trafen die Preußen dann auf die schier übermächtigen Dresdner, der Kicker sprach bereits vom künftigen Deutschen Meister. Auf Vorschlag des DSC wurde das Spiel in Dresden ausgetragen, um möglichst vielen Zuschauern die Möglichkeit zu bieten, das Spiel zu verfolgen. Während die Mitteldeutsche Sportzeitung die Zuschauerzahl mit 20.000 beziffert: „Eine Verbandsdemonstration vor 20.000 Zuschauern“, sprach die DNN von einem: „Aufmarsch der Massen […][der] das gewohnte Bild eines Großkampftages [bot]. Etwa 25.000 Zuschauer, also doppelt soviel wie Langensalza Einwohner hat, umgaben das in bester Verfassung befindliche Spielfeld.“

Freundschaftsspiel


Sa, 30.07.2011 | 11:30 |  Ostragehege Platz 12

Dresdner Sportclub 1898

FSV Preußen 1996 Bad Langensalza

Statistik:

 

DSC: Janakiew(45. Horn) - J. Kaltofen, Goltzsch, Niederlein, T. Hoffmann(45.Sieradzki) - Rittner, Wecker, Preißiger, Ch. Hoffmann(55. Willig) - Csobot, Heinrich(75. Leier)

 

Preußen: Geuß - John, Domeinski, Gothe (46. Pohl), Jäger - Zitschke, Scholz (46. Ziegler), Hartung (46. Köhler), Fiß - Lenz (46. Junghans), Schönau

 

Tore: 1:0 Heinrich ( 38. Min), 2:0 Wecker (41. Min), 2:1 Fiß (50. Min), 3:1 Heinrich (55. Min), 4:1 Preißiger (HE/78. Min)

 

Zuschauer: 70

Während der DSC damals zum dritten Mal in Folge den Mitteldeutschen Meistertitel holte, war es für die Preußen das Erreichen des Finales der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. 80 Jahre später begegnen sich beide Vereine fasst auf Augenhöhe. Der FSV Preußen 1996 kickt in der Landesklasse Thüringen (7. Liga) und der DSC in der Stadtoberliga (8. Liga). Die Preußen hofften auf eine Revanche. Doch zunächst das Wetter machte einen Strich durch die Rechnung. Auf Seiten der Sachsen war von den Fans viel Aufwand betrieben wurden, um dem Spiel einen würdigen Rahmen zu geben.

Frustration machte sich breit, als der Platzwart das Stadion um 10.00 Uhr als nicht bespielbar erklärte und lediglich auf dem alten Kunstrasenplatz 12 ausgetragen werden könne. Außerdem goss es weiter wie aus Kannen, womit auch das Grillen flach fiel, was im Stadion unterm Dach möglich gewesen wäre. Am Ende taten sich dann auch nur knapp 70 Wetterfeste das feuchtfröhliche Treiben im Windkanal Ostragehege an.

Die Schwarz-Weißen waren dennoch zuversichtlich, mit einem Auswärtssieg vom Platze zu gehen und die ersten Möglichkeiten hatten die Gäste. Zwei Alu-Treffer und ein Abseitstor später war es jedoch Christian Heinrich, der eiskalt einschob und den DSC in Front brachte. Noch vor der Pause erhöhte Wecker mit seinem letzten direkten Freistoßtreffer im DSC-Trikot auf 2:0. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel noch einmal spannend, nachdem der Preuße Fiß auf 1:2 verkürzte.

Doch erneut Christian Heinrich stellte aus extrem spitzem Winkel den alten Abstand wieder her. Nach einem Handelfmeter erhöhte Alex Preißiger auf 4:1 und erzielte damit den Endstand. Zusammenfassend gewannen die Rothemden die Partie dank ausgezeichneter Chancenverwertung, während die Gäste zu fahrlässig mit ihren guten Chancen umgingen und ab und an mit den Entscheidungen des Unparteiischen haderten.

Nachdem ein wenig roter Rauch gezündet wurde, tauschten beide Fanlager noch ein wenig Liedgut und während die FSVer im Casino auf ihre Mannschaften warteten, noch die ein oder andere Freundlichkeit aus. Vielleicht lässt sich ein Wiedersehen in Form eines Rückspiels in Bad Langensalza, ein Aufeinandertreffen beider Traditionsmannschaften im Steyer-Stadion oder eine Teilnahme des DSC am Salza-Cup realisieren.

Die Hiobsbotschaft des Tages war dennoch der Abgang Tino Weckers, der zum Staffelsieger Großenhain in die Bezirksliga wechselt. Mit Tino "The Machine" Wecker und Christian "Robbery" Freudenberg verlassen den DSC nun insgesamt 35 Tore und unzählige Vorlagen sowie Torbeteiligungen. Markus Pokorny eingerechnet haben mit 41 von 82 Toren drei der besten fünf Torschützen die 98er verlassen. Dass in den letzten beiden Freundschaftspielen Philipp Goltzsch über die volle Distanz ging und keine schlechte Figur gab ist durchaus erfreulich, Olaf Sieradzki konnte bei seinem Einsatz ebenfalls einen guten Eindruck hinterlassen und sein Können andeuten, nur leider sind beide Spieler nicht spielberechtigt. Da für die ersten 4 Monate auch Daniel Forgber berufsbedingt nicht zur Verfügung stehen wird, darf man gespannt sein, mit welcher Truppe der DSC in die kommende Saison gehen wird und ob ein Platz im oberen Mittelfeld nicht als sehr optimistisch anzusehen ist.

Nächste Woche gastiert der Kreismeister Senftenberg, die TSG Großkoschen im Heinz-Steyer-Stadion zum dritten Testspiel der Saison. Am Samstag um 14.00 soll der Anpfiff ertönen. Alle hin da…