SV Eintracht Dobritz

Dresdner Sportclub 1898

Es hätte ein schöner Tag zum Feiern werden können, ein Feiertag eben. Stattdessen bot sich ein Trauerspiel. Vor angeblich 300 Zuschauern, ca. 40-50 Anhänger der Guten konnten erspäht werden, kam es zu Anfeindungen aller Couleur.

Kurz zum Sportlichen. Die Taktik der Eintracht ging lange Zeit auf. Irgendwie zu einem frühen Tor zu kommen und dann mit 11 Mann hinten dichtmachen. Als der DSC dann begann für zehn Minuten Fußball zu spielen, fiel der Ausgleich. Philipp Opitz mit seinem ersten Tor im Dress des Dresdner SC.

Dass man sich danach gleich eine erneuten Rückstand einfängt, lässt den Schluss zu, dass mit Eintracht Dobritz der richtige Gegner zum fast „ehrenvollen“ Ausscheiden gefunden war und man sich so ein paar freie Termine für den Rest der Saison „erarbeitet“ hatte. Immerhin hatte die Eintracht ja schon zwei Stadtoberligisten rausgeworfen und gilt als „Favoritenschreck“.

In Zukunft wäre es wirklich nett, wenn für den Stadtpokal einfach nicht gemeldet wird, wenn kein Bedarf besteht. Auf Partien wie die bei Helios oder Dobritz kann man verzichten.

Und warum Mensch sonst nicht gerne zu Dobritz fährt? Eigentlich waren die letzten Erfahrungen weit weniger negativ, wenn nicht gar positiv.

Weil es die Eltern dort neuerdings scheinbar Klasse finden, wenn neben ihren Kleinkindern und Kinderwagen Böller gezündet werden, weil Väter mit ihren Kindern am Spielfeldrand stehen und sich nicht daran stören, wenn ihr Jungspund unentwegt Hassgesänge ablässt. Weil Spieler des SV Eintracht Dobritz den Gästeanhang als „Fotzen“ belegen und nix besseres zu tun haben, als nach eigener Führung wild gestikulierend gen Gästefans zu motzen.

Mehrfach wurde versucht das U-Bahn-Lied anzustimmen und als man beobachten musste, dass sich die „Hakennasen“ vom DSC auch noch über ihr Tor freuten, brach sich beim Nazipöbel der Hass Bahn. „Juden DSC, alles Geschwister, schwule Fotzen.“

Das ganze 90 Minuten lang untermalt von einem D- oder C-Jugend Chor, der sich im Wechsel im Scheiß-DSC und unverständlichen Dobritzgeseier übte. Angeblich soll der Kinderchor in die „Juden-DSC“-Gesänge mit eingestimmt haben. Was die Sache umso trauriger macht.

Auf sein Hausrecht scheint der SVE scheinbar zu pfeifen. In Dresden soll es Vereine geben, die die Statuten des Fußballverbandes befolgen und die vorgeschriebene Anzahl an Ordnern bereitstellen. Und wenn mit der Zuschauerzahl von 300 geprotzt wird, sollte dementsprechend für Sicherheit gesorgt werden. Ordner konnten jedenfalls keine erspäht werden.

Wäre die Eintracht ein Dorfverein wie jeder andere, könnte man den Sachverhalt nicht einmal wirklich übel nehmen. Wer jedoch über Jahre hinweg das Stadtpokalfinale ausgerichtet hat, verfügt mit Sicherheit über genügend Erfahrung, ein Pokalspiel Ordnungsgemäß auszurichten. Aber vielleicht ist die Unfähigkeit des SVE der Grund, dass mit der Dobritzer Pokaltradition gebrochen wurde.

Abschließend die Frage warum Schöne und Müller beim Spiel mitwirkten. Laut Bericht vom Achtelfinale auf der Eintracht-Page waren beide gesperrt und demnach regelwidrig im Einsatz. Hoffentlich unterziehen die Verantwortlichen das Ganze einer Prüfung. Nie wieder Dobritz!

Bilder/Statistik