Das vormals als DSC-Stadion bekannte Heinz-Steyer-Stadion wurde 1919 gebaut und verfügte zu Bestzeiten über eine Kapazität von 65.000 Zuschauern. So auch der Rekord, aufgestellt bei einem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Tschechoslowakei im Jahr 1935.

 

Heute wird die Kapazität mit 25.000-30.000 Zuschauern angegeben, wobei jedoch der Großteil der Ränge wegen Baufälligkeit gesperrt ist und im Prinzip nur eine Nutzung der Steintribüne und des Gästeblocks in Frage kommt. So stehen Gästeanhängern, insofern eine Nutzung des Gästebereichs notwendig ist, ca. 1000 Plätze zur Verfügung, während auf Heimseite um die 1500 Zuschauern Platz geboten werden könnte. Der Heimrekord in der aktuellen Liga liegt jedoch lediglich bei 405 Zuschauern.

 

Nach der Wiedervereinigung erhielten in Dresden viele Stadien neue Namen beziehungsweise ihre alten zurück. Das DSC-Stadion blieb von einer Umbenennung verschont und trägt weiterhin den würdigen Namen des antifaschistischen Widerstandskämpfers und Fussballers Heinz Steyer. Steyer war als Fussballer sowie als Funktionär im Arbeiterfussballverband der Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit und beim Verein Rot-Weiß-Rotsport aktiv. Nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten, wurde er zunächst in die Strafdivision 999 versetzt und schließlich 1944 in Griechenland hingerichtet.

 

In den letzten Jahren gab es im Zusammenhang mit der Ehrung von Helmut Schön die Idee einer Umbenennung in Helmut-Schön-Stadion. Jedoch scheiterte selbst das Vorhaben eine Straße in der Friedrichstadt dem Wirken Helmut Schöns zu widmen.

 

Eine sehr interessanter Fakt ist, dass am Silvesterabend 1949 im Heinz-Steyer-Stadion das welterste Flutlichtspiel zwischen dem DSC-Nachfolger, der SG Friedrichstadt und dem Nationalteam der DDR ausgetragen wurde. Es wird berichtet, dass zwölf Lichtmasten mit 2.000-Watt-Scheinwerfern aufgebaut wurden. Weiter heißt es, dass 30.000 Kerzen auf den Rängen leuchteten. Zudem wurde der Ball mit einer Phosphorschicht überzogen.

 

Ausweichplatz für die Ligaspiele des Dresdner SC ist die legendäre, so genannte "Pie21" oder auch unter der Bezeichnung "Platz 11 am Sprecherturm" zu finden. Hier trug DSC-Vorgänger FSV Lokomotive Dresden seine Heimspiele in der DDR-Liga (2. Liga) aus.