Wildschweinerei beim Abstiegsgipfel

Der SC Borea Dresden hat die Chance genutzt und sich ein richtiges Image zugelegt. Die Zeiten des tristen Clubs von der Autobahnabfahrt sind endlich vorbei. Nordborea darf sich dem Ruf eines unsportlichen Gastgebers erfreuen. Während im Heimblock mit Freikarten um sich geworfen wurde und maximal zwei Euro Eintritt gelöhnt werden durfte, musste der geneigte Gästeanhänger nach drei Stunden Busfahrt den dreifachen Eintrittspreis hinlegen.

Dazu die NOFV-Statuten:

 

"Dabei gilt, dass der Zuschauer der Gastmannschaft bei der Preisgestaltung nicht schlechter gestellt werden darf als der Zuschauer der Heimmannschaft."

 

Aus dem §6 der Finanzordnung.

 

Geboten kam man dafür ein unterbesetztes Catering und keine sanitären Anlagen. Fließend Wasser bei sengender Hitze im schattenfreien Gästeblock wäre ein Symbol der Gastfreundlichkeit gewesen. Stattdessen gab es Dixi-Klos und warme Cola für zwei Euro. Die halbgare Bratwurst vom Elektrogrill für 2,50 ist ebenfalls ein Witz.

Unglaublich auch, dass die Umzäunung des Gästeblocks mit Werbefahnen zugehängt worden ist, womit lila-weißer Zaunschmuck größtenteils unmöglich gemacht wurde. Anstelle Balljungen an neuralgischen Punkten zu verteilen, sammelten sich diese vorm Gästeblock und provozierten sondergleichen.

Zum Ballholen mussten gleich zwei Hürden von den Lila-Weißen überwunden werden. Zunächst die Werbebanden und anschließend der Wildschweinzaun. Über die komplette Spielzeit ziemlich zeitraubend und vor allem nervig.

Gerüchten zufolge soll sich auch der Stadionsprecher nicht mit Ruhm bekleckert haben. Das war im Gästeblock jedoch nicht bzw. nur schwer zu vernehmen, da es dort natürlich keine beschallenden Boxen gibt und damit auch keine Unterhaltung vor, in der Pause und nach dem Spiel.

Borea ist bereit für die Sachsenliga! Daumen runter!

 

Support auf TeBe-Seite war gut, auf Borea-Seite erwartungsgemäß nicht vorhanden. Das Spiel fand auch auf keinem hohen Niveau statt, aber der SCB nutzte eine der wenigen Gelegenheiten zum Siegtreffer. TeBe scheiterte zweifach am Aluminium. Ein Unentschieden wäre allemal verdient gewesen.

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Nächstes Spiel:

23. September 2017, 15.00

Dresdner SC - Crostwitz

Steyer-Stadion
 

 

Letztes Spiel:

Oberland Spree   4 (0)
Dresdner Sportclub   1 (0)

 

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