Mission "defending the title" failed!

Als vierfacher Titelträger und aktueller Titelverteidiger konnte es sich der DSC nicht nehmen lassen, beim mittlerweile 16. ESV-Hallenmasters in der urigen Lok-Sporthalle am Ambros-Ufer aufzulaufen. Aufgrund der zu erwartenden unentspannten Atmosphäre waren nur wenige DSC-Fans zugegen, die, die da waren, verstreuten sich unauffällig im Gebäude, sodass das Team ohne optischen oder akustischen Support auskommen musste.

Als Titelverteidiger mussten die Mannen um Kapitän Alex Preißiger und Abteilungsleiter Marcus Zillich die erste Partie des Turniers bestreiten, in dieser wurden die Motoren aus Trachenborge mit 2:0 besiegt. Auch das zweite Match konnte erfolgreich über die Bühne gebracht werden, Einheit-Mitte, die ansonsten erstaunlich gut und vor allem fair spielten, musste sich mit 4:1 geschlagen geben. Sechs Punkte aus zwei Spielen, man fühlte sich an die letzten zwei Jahre erinnert, als man noch das Maß aller Dinge in der Loksporthalle war. Doch nun wartete Post, welche die ein oder andere Briefbombe im Kasten von Jan Becke unterbringen wollte. Die Klippel-Neun hatte das erfolgreiche Konzept des mitspielenden und aufs Tor plautzendenen Torhüters vom DSC geklaut und wendete es nun gegen uns an. Unser Jan schaltete sich zwar auch ab und an ins Angriffsgeschehen ein und konnte auch eine Bude gegen Mitte machen, der Posthüter war aber in das Spielsystem viel besser eingebunden, so wurden immer wieder Überzahlsituationen geschaffen, welche von den Postlern eiskalt in Tore umgemünzt wurden. 0:3 stand es nach 12 Minuten, aber noch war ja nichts verloren.

Bereits vor dem letzten Spiel gegen Löbtau wurde unser heutiger Teamchef Ringus nervös, denn er witterte eine Verschwörung von Post und Mitte, um den großen DSC aus dem Turnier zu kegeln. Laut seiner Rechnung musste die Friedrichstadt mit mindestens drei Toren Unterschied gegen Löbtau obsiegen, um sicher ins Halbfinale zu kommen und irgendwelchen Mauscheleien zwischen Post und Mitte entgegenzuwirken. Nunja, bei solchen Ansagen vergisst man immer mal wieder gerne, dass die Konzentration erst einmal darauf liegen sollte, die Partie überhaupt zu gewinnen. Und so nahm das Unheil seinen Lauf....

Die SpVgg. Löbtau war bereits ausgeschieden und machte nicht den Eindruck, als ob sie noch mit vollem Einsatz gegen uns spielen wollte. Doch dann schoss Jan Becke beim Versuch, den Ball ins gegnerische Tor zu hauen, einen Löbtauer an, von dessen Hacke der Ball in unser Tor trudelte. Ein kurioser Treffer, der für viel Gelächter in der Halle sorgte, nur den anwesenden DSC'ern blieb das Lachen im Halse stecken. Hoppel konnte zwar kurz darauf ausgleichen, aber weitere Unkonzentriertheiten brachten uns zwei weitere Gegentore ein, der Anschlusstreffer von Gregor kam dann zu spät.

Nun wurde es der Post und Mitte natürlich leicht gemacht, die Partie zwischen beiden Vereinen endete 1:1, damit war der DSC raus. Im Spiel um Platz 5 warteten nun unsere Freunde aus Laubegast, die uns mit 2:1 besiegten, aber das hob' letztendlich niemanden mehr an.

Der Unterhaltungswert des ESV-Turniers ist nach wie vor sehr hoch, auf und auch abseits des Feldes, nur muss man sich auch als sportliche Leitung fragen, ob man dieses Turnier noch mal spielen sollte und Mannschaft und Fans diesem stressigen Umfeld aussetzt. Die Männermannschaft des ESV bestreitet aus den Einnahmen einen Großteil ihres Jahresetats und ist somit auf zahlreiche und trinkfeste Fans angewiesen, die Post und Einheit-Mitte durchaus mitbringen. Für den gemeinen DSC'er ist aber leider nicht mehr zu gewährleisten, dass man einen entspannten Fußballnachmittag am Ambros-Ufer verbringen kann.

StGermain

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