Markt in Wilsdruff

Bei den beiden güldenen und hochgezogenen Augenbrauen in Gorbitz hatte sich die Quadriga zur Abfahrt verabredet und pünktlich erreichte die ersten Dreiviertel der Reisegruppe den Treff. Leider stand auch schon die vierte Persona des Quartetts in den Startlöchern und so ging es Ruckzuck nach Limbach. Glücklichweise ohne Werner Schulze-Erdel oder Désirée Nosbusch und ohne Eis vom Fast-Food-Dealer.

Aufgrund oben beschriebener Einhaltung grunddeutscher Tugenden, bogen wir als erste auf den Sportplatz am Limbacher Rittergut ein. Gierig auf Eis sondierten wir die hiesige Landschaft und mussten letztlich feststellen, dass noch genug Zeit blieb, das auf dem Hinweg durchquerte Wilsdruf anzusteuern, um die Gier zu stillen. Während sich die Damen der Zunft also auf Touren brachten, ging es für die unterstützende Fraktion zurück ins nächstgelegene Ballungsgebiet.

Dort war Halligalli. Oldtimer tourten durch die Stadt und ein Markt hatte geöffnet. Und auf diesem wurde so ziemlich alles feil geboten, was das Fleischer-Herz begehert. Pferde-Bockwurst, Lamm-Bräter, Ziegenwurst, Wildwiener und anderes Mainstreamfood, wie geräucherte Forelle, Zatziki im Fladenbrot und allerlei Salami aus Mittweida. Darunter gemischt hatte sich ein alter Marktschreier, der Messer zur schau stellte und für seinen Allesschärfer warb. "Kaufen Sie den Allesschärfer, der macht für sie alles schärfer."

 

Zunächst wurde der Eisbedarf getilgt, einmal Straccia, einmal Pfeffi und Kirche für 2,40. Schnäppele. Dem Begleiter zog es eher zum Pferdestand. Alles vom Pferd versprach die eigene Lobpreisung. 2,50 für die Pferdebockwurst, die das Urteil "könnte heißer sein" verdiente. Schließlich wurde der Stand der Böhmischen Spezialitäten entdeckt, die angepriesene Auswahl war vom Feinsten. Gebäck einmal "mit Quark und Mohn" und andererseits mit "nur Quark und Mohn". Mit Cordial, Flaschenreiniger und um ein schönes Erlebnis reicher verließen wir den Markt wieder und es ging zurück zum Sportplatz.

 

Dort mussten wir dann tatsächlich Eintritt berappen. Sparkassenliga-Premiere. Ein Euro und dazu Bier für 1,50. Ging vollkommen in Ordnung. Dann ging es auch schon los. Anpfiff, Großchance, kläglich vergeben. So sollte es weiter gehen. Denn das gefährlichste am Heimverein war die unter Elektrizität gesetzte Umzäunung der in unmittelbarer Nachbarschaft zum Spielfeld gelegenen Schafsweide, und zwar für die spielenden Kinder des Gästeanhangs.

 

Zwischendurch fiel doch das ein oder andere Tor und am Ende stand es 8:1 für die Spielgemeinschaft DSC/Trachenberge. Sehenswerte Tore wurden erzielt und nachdem, ich glaube Erler war es, eine Traumflanke in den Strafraum schlug musste auch die gegnerische Verteidigerin einsehen, dass diese mit einem Tor belohnt werden muss. Die restlichen Goals erzielten 3x Riedel, 2x Erler, 1x Faust und einmal Reuschel. Den ersten Schuß lupfte sich die in himmelblau agierende und bis dahin tatenlose und deshalb tadellose Torhüterin zum zwischenzeitlichen Anschlußtreffer selber ins Netz.

 

Was auf der offziellen Homepage euphemistisch als "gut laufen" deklariert wird, entspricht nun neun ungeschlagenen Partien in Serie, bei sechs Siegen und drei Unentschieden und nur noch zwei Punkten Rückstand auf den Tabellenführer Eintracht Dobritz.

 

 

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