Zwei Testspiele ohne Sieg...

... und schon kamen die ersten Erfolgsschnösel wieder geifernd aus ihren Löchern gekrochen, schmückten sich mit den schwarz-roten Utensilien des Verderbens und geiferten Gift und Galle. Ohne Trainer Boris, dafür mit seiner Magnifizenz Zillich kommadogebend an der Seitenlinie setzte es ein für Freital, meiner bescheidenen Einschätzung zu Folge, sehr schmeichelhaftes Unentschieden, dessen zu Stande kommen in den folgenden Zeilen ein wenig näher beleuchtet werden soll.

Eine bunt zusammengewürfelte Elf hatte Meister Zillich auf den Platz geschickt, die sich gegen die körperlich überlegenen Gäste aus dem Weißeritztal gut hielt. Es entwickelte sich zunächst ein offener Schlagabtausch, bei dem der Sportclub zwei mal in Führung gehen konnte. Zunächst stocherte Heino einen Praller des Gästehüters über die Linie und nach dem ersten Ausgleich war es Daniel Forgber, der sich schön freigelaufen hatte, in seelenruhe annehmen durfte und gelassen einschob. Beim erneuten Ausgleich stellte Torwart Schultchen den Einsatz des gegnerischen Torschützen als regelwidrig in Frage. Behinderung im Fünfmeterraum hätte der Rückhalt der Friedrichstädter sich gewünscht.

 

In der Halbzeitpause rotierten die Rothemden ordentlich durch. Der DSC gewann dennoch stärker die Überhand. Ob das daran lag, dass der Großteil der Freitaler eine Halbzeit mehr in den Beinen hatte, oder die "zweite" Garnitur des Sportclubs gar besser als die "erste" war, man weiß es nicht. Jedenfalls erspielten sich die 98er gute Chancen, gerieten mit dem ersten Torschuß der Gäste in der zweiten Halbzeit nach haarstreubendem Abwehrfehler jedoch in Rückstand. Chancen zum Ausgleich boten sich genug. Harnath spielte sich das ein oder andere mal frei vor den Torwart, der Ball prallte glücklich vor seine Beine und ließ in denkbar schlecht aussehen, da er den überraschenden Pass nicht verwerten konnte. Das Tor war menschenleer. Es wäre das 4:3 gewesen. Das 3:3 besorgte der ebenfalls überzeugende Franz Seifert. Zunächst hatte er sich in den Strafraum gedribbelt, wird dabei von hinten gezerrt und gezogen und verziehrt daher, doch der Schiedsrichter sah sich nicht gezwungen zu pfeifen. Ein zweites Mal musste sich Seifert von rechts in den 16er dribbeln um schließlich den Entstand einzuschenken.

 

Über eine torreiche Niederlage hätten sich die Gäste wahrlich nicht beklagen dürfen, so bleibt das alte Leid. Hinten teilweise katastrophale Fehler im Spielaufbau oder Leichtsinn und auf der anderen Seite eine nicht minder katastrophale Chancenverwertung.

 

 

Dresdner Sportclub 1898

 

 

3:3(2:2)

 


FV Blau-Weiß Stahl Freital

 

 

Tore: 1:0 Heinrich (10. Min), 1:1 Zimmermann (20. Min), 2:1 Forgber (22. Min), 2:2 Oeser (26. Min), 2:3 Kramer (74. Min), 3:3 Seifert (77. Min)

 

ZuschauerInnen: 50

 

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