6. Test: SG Motor Wilsdruff - Dresdner SC 1898 1:2(1:1)

 

Testspiel| Mi., 13.08.2014 | 18:30 | Parkstadion

 

 

SG Motor Wilsdruff

 

 

1:2(1:1)

 


Dresdner Sportclub 1898

 

 

Aufstellung: Ahnert (46. Schultchen) - Hoffmann, Niederlein (80. Nguyen), Fuchs, Käseberg - Gröblehner, Wetzel, Preißiger (68. Joneleit), Wetzorke (45. Hofmann) - Heinrich, Sieradzki

 

Tore: 1:0 Georg Bormann (8.), 1:1 Olaf Sieradzki (16.), 1:2 Jens-Uwe Joneleit (88.)

 

ZuschauerInnen: 30

 

Bericht:

Über Meißen lacht die Sonne, über dem Sportclub die ganze Welt? So zumindest nach dem vorzeitigen, noch immer schmerzenden Pokalaus. Doch die Wende ward gebracht!? Denn im siebten Anlauf ist endlich der erste Sieg gelungen. Statt Sonne wehte ein anderer Wind im Parkstadion. Was die so genannten "Sportis" unter Vergewaltigung der Deutschen Sprache als "dem Fritz sein Wetter" besangen, wird in Dresden, natürlich nur unter den ausgewiesenen Kennern der glorreichen Fußballhistorie und ohne Missbrauch des Dativs, gewöhnlich als DSC-Wetter gepriesen. Wenn es aus allen Kannen gießt, dann können die Enkel der Schöns und Hofmänner ihren Ahnen gleich die feine Klinge der technischen Beschlagenheit führen und so ihre Vorteile am besten auf die feuchte Wiese bringen. Das richtige Schuhwerk vorausgesetzt.

 

Was unseren WM-Zauber verwöhnten Augen geboten wurde, war bei aalglattem Rasen zwar immernoch nicht ganz bundesligawürdig, aber dennoch unterhaltsam. Wobei das mit dem sich Unterhalten so einige Probleme mit sich brachte, da eine Lautstärke auf dem grünen Rasen vorherrschte. Es wurde geschnattert und gegackert. "Da ist Stimmung in der Mannschaft", wurde frohlockt. "Eine Elf voller Leitwölfe" geschelmt. Von Wilsdruffer Seite hingen wurde hauptamtlich geschrieen. Die Unzufriedenheit mit der Leistung des Schiedsrichters machte sich dabei vornehmlich Luft. Die durch Zaun vom Spielfeld getrennten Schafe stimmten lauthals in den Chor mit ein und blöckten frohlockend in den trüben Sommerregen.

 

Von den Spielanteilen her war der Sport-Club wie beschrieen spätestens in der zweiten Halbzeit deutlich überlegen. Die Rothemden schafften es jedoch nicht, die Feldüberlegenheit in eine übermäßige Anzahl zwingendender Chancen umzumünzen. Die besten Möglichkeiten vergab Christian Heinrich, der dreimal aufs Tor zu lief, einmal den Torwart berühmt schoß und sich bei den zwei weiteren Malen im Sprint den Ball zu weit vorlegte, so dass der gegnerische Hüter keine Probleme hatte, sich auf den Ball zu werfen. Außerdem verpasste Heino ein anderes Mal nach einer scharfen halbhohen Hereingabe die Führung, weil er diesen zugegebenermaßen schwierigen Ball nicht mehr entscheidend Richtung Tor lenken konnte.

 

Besser machten es Sieradzki und Joneleit. Sieradzki besorgte in der ersten Halbzeit den Ausgleich, in dem er eine scharfe Hereingabe am langen Pfosten, nachdem bereits einige Beine verpasst hatten, über die Linie drückte. Joneleit war schließlich kurz vor Schluß frei durch, legte sich den Ball am Hüter vorbei und konnte unbedrängt ins leere Tor schieben. Die beiden DSC-Torhüter zu vergleichen wäre bei diesem Spiel sehr unfair. Max Ahnert agierte in der ersten Hälfte etwas unsicher und konnte den rutschigen Ball eins, zwei Mal nicht richtig festhalten. Schulle hingegen bekam im zweiten Abschnitt so gut wie keine Chance sich auszuzeichnen und verlebte einen ruhigen Abend. Letztlich bleibt nichts Zählbares, dafür ein wenig Balsam für die aufgebrachten DSC-Seelen und der erste Sieg für das Trainergespann.

 

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29. Oktober 2017, 11.00

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Jägerpark
 

 

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