Landesklasse Ost, 4. Spieltag: TSV Cossebaude - Dresdner SC 1898 1:3 (1:3)

 

4. Spieltag | Sa., 20.09.2014 | 15:00 | Gohliser Weg

 

 

TSV Cossebaude

 

 

1:3 (1:3)

 


Dresdner Sportclub 1898

 

 

Aufstellung: Schultchen - Haase (46. Wetzorke), Fuchs, Niederlein, Mayer - Hofmann (86. Herkt), Wetzel (79. Sieradzki), Preißiger, Gröblehner, Käseberg - Kubatz

 

Tore: 0:1 Preißiger (14. Min), 0:2 Gröblehner (FE/23. Min), 1:2 Petzold (40. Min), 1:3 Fuchs (45.+1. Min)

 

ZuschauerInnen: 80

 

Bericht:

Während eine verschwindend geringe Anzahl von heimtückischen Defätisten gen Ostberlin reiste, um dem BFC Dynamo einen Besuch abzustatten, machte sich die absolute Mehrheit der mohnroten Meute auf zum BFC des kleinen Mannes. Strahlender Sonnenschein in der ehemaligen Hauptstadt von Mielkes Sportvereinigung, grauer Himmel hingegen am Rand der Stadt des kleinen Schiebemeisters. Blitz und Donner, literweise Suppe, die vom Himmel fiel. Eingepfercht unter dem schutzbietenden Dach des Bierwagens, standen die sonst so unversöhnlichen DSC-Fans so eng zusammen, wie es noch nicht für möglich gehalten wurde. Schönredner und Dauernögler vereint auf nur wenigen Quadratmetern.

 

Ringus verkündete, dass 15 Minuten später angepfiffen würde. Dass es schüttete, war dabei nicht das Problem. Solange Blitz und Donner nicht länger als 30 Sekunden voneinander abweichen, ist ein Spiel zu unterbrechen, weiß fußball.de. Unter freudigem Johlen betraten dann 10 Minuten verspätet die Akteure den Kunstrasen am Gohliser Weg. Doch der erste Schock. Heino und "Tanne" Harnath genannt "Baume" betraten den künstlichen Rasen in Zivil. Zerrung und Fieber verhinderten den Einsatz der beiden DSC-Stars. Trotzdem wurden die Fahnen gehisst. Die Schuhe geschnürrt. Auf zum ersten Dreier der Saison. Im Sturm agierte Marcel Kubatz. Vom Äußeren her dem Torres Fernando nicht unähnlich, waren wir interessiert, was der Aushilfsstürmer im Stande ist, zu bewerkstelligen.

 

Der DSC begann gefällig. Cossebaude hatte unseren Jungs nicht viel entgegen zu setzen. Nach einer Viertelstunde war es Philipp Gröblehner, der auf den Capitano durchsteckte. Alex vollstreckte ohne sich lange betteln zu lassen, alleingelassen am Elfmeterpunkt. Zunächst der Blick zum Linienrichter, kein Abseits. Dann Jubel. Dreimal schon hatten uns die Linienrichter klare Tore widerrechtlich aberkannt. Doch bald hatten wir die Gewissheit, erstmals in dieser Saison in die Führung gegangen zu sein. Und darauf ruhten sich die Jungs von Trainer Knut Michael nicht aus. Die Rothemden machten weiter Druck, Kubatz' Aufgabe, die Bälle festzumachen, erledigte unsere alleinige Sturmspitze bravourös. Und nur kurze Zeit nach dem Führungstreffer, wurde erwähnte Sturmspitze beim Festmachen von den Beinen geholt. Elfmeter. Der jüngste im Team schnappte sich den Ball. 2:0! Yippeah.

 

Dann verflachte die Partie ein wenig. Cossebaude kam besser ins Spiel und der Sportclub litt an einem leichten Mangel an Konzentration. Die Fehlerkette begann bei Christopher Schultchen. Der DSC-Keeper schlug einen Abstoß ins Seitenaus. Cossebaude führte schnell aus und über rechts hatte ein grüner Flügelstümer zu viel Platz. Stefan Haase nimmt sich selber aus dem Spiel, indem er zu schnell auf den TSVler rausstürtzt und mit einer Finte ausgenommen ward. Schließlich wird der Ball in den Strafraum gespielt, mehrere Schußchancen, bei dene die cossebauder Angreifer sträflich frei gelassen wurden, können dank großem Einsatz abgewehrt werden, der Ball kommt erneut auf die Außen und wieder steht ein grüner Angreifer vollkommen frei und lässt sich die Chance nicht nehmen. 1:2.

 

Der Sport-Club steckt nicht auf und erkämpft sich eine Ecke. Gröblehner führt aus, alle hoffen auf dem am langen Pfosten einlaufenden Alex Preißiger, doch der Capitano brauch bloß zuzuschauen, wie der Ball vor ihm im Tor einschlägt. Nico Fuchs war am kurzen Pfosten bereits hochgestiegen und hatte in seiner unnachahmlichen Manier eingenickt. Der alte Abstand war mit dem Pausenpfiff wieder hergestellt. Unter dem Jubel der mohnroten Anhängerschar verschwanden die Rothemden in der Kabine. Es kam sogar zur Uraufführung eines bisher ungekannten Fanchants. Ganz neue Sitten hier.

 

Als nach der Pause die Partie wieder angepfiffen wurde, hatte der Capitano gleich die Riesenchance um auf 4:1 zu erhöhen. Doch statt des Balles im Netz, schlug ein Blitz in der Nähe des Platzes ein. Der Schiedsrichter zögerte keine Sekunde und schickte die Jungs in die Kabine. Die mohnrote Anhängerschaft verweilte unter Lebensgefahr bei Blitz, Donner und Regen im freien. Die Lage drohte zu eskalieren, als sich der verletzte Heino weigerte Biernachschub ranzuschaffen. Doch von christlicher Nächstenliebe beseelt, trug unser Darmstädter zur Deeskalation der Situation bei. Nach handgezählten 17 Minuten ging die Partie weiter und das Bangen um die nach einem möglichen Spielabbruch verlorenen Punkte hatte ein Ende.

 

Auf dem Platz dominierte wieder der Sportclub. Die Partie fest im Griff und die drei Punkte vor Augen, spielten unsere Jungs die Partie abgeklärt zu Ende. Obwohl es auf beiden Seiten noch die ein oder andere große Chance gab, das Spiel zu entscheiden oder ihm noch einmal eine andere Wendung zu geben. Fazit: Verdiente und fällige drei Punkte. Mit Hofmann und Niederlein zwei alte DSC-Kämpfer wieder in der Startaufstellung! Der Ausflug hat sich gelohnt!

 

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