Landesklasse Ost, 19. Spieltag: Blau-Weiß Zschachwitz - Dresdner SC 1:4 (1:2)

 

Aufstellung: Arndt – Joneleit, Grahle, Nguyen, Käseberg – Thomas (87. Hofmann), Preißiger, Wetzel (66. Gröblehner), Britschka (82. Forgber), Pfitzner – Heinrich

 

Tore: 1:0 F. Zumpe (13. Min), 1:1 Wetzel (14. Min), 1:2 Preißiger (18. Min), 1:3 Britschka (46. Min), 1:4 Heinrich (81. Min)

 

ZuschauerInnen: 111

 

Bericht:

Beinahe wäre das Vorhaben Auswärtssieg schon an der Kasse gescheitert. Da es im Dresdner Osten weder Menschen mit besonderen Bedürfnissen, SchülerInnen, Auszubildende und gleich gar keine Studierende zu geben scheint, kassierte das galante Duo in den Kategorien VollzahlerIn und RentnerIn. Der angebotenen Solidarisierung, dass es Studierenden und RentnerInnen doch ähnlich schlecht erginge, folgte eine Verbalwatschen der feinsten Sorte. In der bekannten Manier der PolitikerInnen- und LügenpresseschelterInnen prasselten die Verbalinjurien auf den versöhnlich gesinnten, in unfassbarem Reichtum schwimmenden Sozialschmarotzer herein.

 

Ein gekonnter Hechtsprung zum Bierstand und dem köstlichen Feldschlößschen Naturtrüb verliehen der Tirade ihr jähes Ende. Fokus nun ganz auf Fußball. Doch zunächst galt es jedoch, einen betrüblichen und herben Verlust der Zschwachitzer Fußballfamilie zu betrauern. Auch von unserer Seite unser aufrichtiges Beileid an die Trauerenden!

 

Als dann Florian Zumpe in der elften Minute die Führung für die Hausherren besorgte, hatte der Sport-Club bereits zwei Großchancen versiebt. Doch aufstecken ist ni, lautete die Parole an diesem Samstag im Dresdner Osten. Noch bevor die Mannschaften wieder Aufstellung genommen hatten, hallten DSC-Sprechchöre durch die Gassen des Goldstaubviertels und motivierten zum Gegenschlag. Sie sollten fruchten. Denn nur wenige Sekunden später war es Kapitän Wetzel, der mit einem strammen Schuß zum Ausgleich einhämmerte. Unfassbarerweise erst sein erstes Saisontor.

 

Und die Mohnroten machten weiter. Eine Zuckerkombination rollte über die linke Seite. Pass zu Pfitze, Cheesey hinterläuft, wieder Pass! Flanke! Kopfball! Führung! Aaaaaaaaaaaaaaaaaaalexander Preißiger mit einem wunderprächtigen Kopfstoß in die Maschen. Ein Angriff für's Lehrbuch. Wenig gemächlich ging es weiter, rauf und runter, Chancen hüben wie drüben gab's, doch alle blieben ungenutzt.

 

In der Pause bereitete man sich seelisch und moralisch schon auf die übliche DSC-Viertelstunde vor. Kopf aus, Beine hoch und Gegentore fressen. Denkste! Ein etwas slapstickhafte Kombination zwischen Christian Heinrich, Daniel Pfitzner und Marco Britschka findet in letzterem einen dankbaren Abnehmer, der am Rande des Fünfers nur draufsensen brauch. Bäm, durch die Hosenträger des Keepers der Blau-Weißen findet der Ball den Weg ins Netz.

 

Am Ende fällt es schwer, aufgrund der zahlreichen Chancen auf beiden Seiten den genauen Ablauf des letzten Tores zu rekapitulieren. Mehrfach hat der Sport-Club großes Glück, dass sich die Blau-Weißen weigern, den Anschlußtreffer zu erzielen. Möglichkeiten boten sich zu genüge. Da es zumeist andersrum läuft, soll's uns dies' mal doch sehr gegönnt sein. Eine Ecke setzte die Preißelbeere noch an die Latte, während Heino den Ball anschließend mit dem Kopf über die Linie zwingt!

 

Sensationeller Auswärtsauftritt des DSC. Danke für drei Punkte, die sich der DSC vor allem in der ersten Halbzeit verdiente.

 

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Nächstes Spiel:

29. Oktober 2017, 11.00

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Jägerpark
 

 

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