26. Spieltag, Landesklasse: Budissa Bautzen II - Dresdner SC 1898 2:3 (0:1)

 

Aufstellung: Ahnert – Hildebrand, Ngyuen (63. Niederlein), Käseberg, Sieradzki (79. Zacher) – Thomas (68. Brunold), Joneleit, Britschka, Hofmann – Waltschew, Pfitzner

 

Tore: 0:1 Waltschew (FE/3.Min), 0:2 Waltschew (52. Min), 0:3 Pfitzner (53. Min), 1:2 R. Schmidt (81. Min), 2:3 Schaumkessel (FE/83. Min)

 

Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot Waltschew (74. Min, wd. Foulspiel), Goldhammer pariert Foulelfmeter von Joneleit (89. Min)


ZuschauerInnen: 79

 

Bericht:

Die wenige unermüdlichen FriedrichstädterInnen, die den Weg zum letzten Saisonspiel bei der u23 des FSV Budissa Bautzen antraten, sollten ihre Entscheidung nicht bereuen. Die elf vom Trainerteam Steglich/Zillich ins Rennen geschickten Mannen gingen von Beginn an couragiert zu Werke und fighteten, als ob es um mehr als nur die goldene Ananas gegangen wäre. Schon nach drei Minuten zahlte sich das Ganze aus. Waltschew war in den Strafraum eingedrungen, doch durch massive Textilprobe am Abschluß gehindert worden. Der Schiedsrichter zögerte keine Sekunde und zeigte auf den Punkt. Waltschew schnappt sich mit breiter Brust das runde Leder und begibt sich zu besagter ominöser Markierung mit elf Metern Abstand zur Torlinie, guckt sich den Torwächter aus und schiebt abgezockt in die linke Ecke aus Sicht des Schützen. Der Schiedsrichter hatte jedoch bemerkt, dass sich gleich drei Sportcluber zu früh in den Strafraum gemogelt hatten und entschied auf Wiederholung. Ohne zögern oder geringstes Anzeichen eines Zweifels krallt sich Walle erneut die Kugel und jagt den Ball noch unhaltbarer in die selbe Ecke, nur diesmal unter die Latte. Nichts zu machen für den Hüter der Hausherren.

 

Der DSC spielt weiter mit großem Kampfeswillen und vollem Einsatz, doch die Budissen werden stärker und übernehmen zunehmend das Heft des Handelns. Zahlreiche Großchancen erspielen sich die Mannen von Ex-DSCer Jens Schaumkessel. Doch das ein ums andere Mal rettet Max Ahnert mit großartigen Paraden oder die schwarz-weiße Offensive scheitert an der hauseigenen Präzision. Eine eklatante Abschlußschwäche, die eigentlich das Markenzeichen der DSC-Offensive dieser Saison war, beschert dem Sport-Club eine nicht unbedingt hochverdiente Halbzeitführung.

 

"4:1 schlachten die uns hier in Halbzeit zwei!" tippten die gewohnt optimistischen Sport-Club-Anhänger. Doch wie die Feuerwehr kamen die Rothemden aus der Kabine und erhöhten innerhalb von zwei Minuten von 1:0 auf 3:0. Waltschew war zunächst alleine durch und vollstreckte eiskalt. Anschließend erläuft Pfitze einen langen Ball, lässt mit einer Finte den gegnerischen Verteidiger aussteigen und vollstreckt ins lange Eck. Weitere Situationen und Möglichkeiten ergaben sich nun gegen die scheinbar erlegten Budissen. Ein weiteres Mal Pfitzner scheiterte nach gleicher Finte, aber an der eigenen Genauigkeit, will sagen: knapp am Pfosten vorbei. Auf der falschen Seite natürlich. Die größte Chance hatte Hofmann, doch sein Ball landet am Pfosten.

 

Die Partie schien gelaufen. Doch der Schiedsrichter zollte dem hoch motivierten Auftreten der DSC-Sturmspitze Waltschew Tribut und schickte ihn frühzeitig zum Duschen. Er honorierte damit weniger ein an sich nicht unbedingt gelbwürdiges Foul, als die Summe vieler kleiner Nicklichkeiten. Im Anschluß war es Schmidt, der nach zahlreichen gescheiterten Versuchen den ganzen Frust in einen strammen Schuß packte und den Ball sehenswert im Winkel versenkte. Nach zahlreichen ansehnlichen Paraden keine Chance für Max Ahnert im Tor des DSC. Jetzt wurde es nochmal spannend. Wir werden doch nicht? Und dann, zack, Stürmer durch, liegt im Strafraum. Elfmeter. "Aber Schieri, das Foul war doch außerhalb, wenn dann?" Doch klare Geste Richtung Fanblock. "Nein, Elfmeter." Kannste nüschd machen, musste so hinnehmen. Unser Max hatte mit seiner großartigen Leistung die Hoffnung genährt, dass er auch diesen Ball wird raus kratzen können. Aber Spielertrainer Schaumkessel ließ dem Sportclubschlußmann keine Chance.

 

Schließlich versuchten die Budissen alles. Doch die Cluberer sind zu abgezockt. Die besseren Chancen in der Schlußphase auf DSC-Seite nach Kontern werden aber allesamt nicht genutzt. Die größte hat Jens-Uwe Joneleit, der einen an Marco Britschka, erstmals Kapitän einer DSC-Elf, verursachten Elfmeter zu schwach schießt. Goldhammer kann parieren. Nach drei Minuten Gezitter war dann Gewissheit: Auswärtssieg. Und sogleich das Gerücht, die Post habe Neusalza geschlagen, was sich im Nachhinein bewahrheitete und dem Auswärtssieg doch noch einen Mehrwert als den Kampf um die goldene Bockwurst zukommen ließ. Der DSC damit auf der sicheren Seite: Nichtabstiegsplatz!

 

Großen Respekt an den Gegner. Beide Seiten gaben im letzten Saisonspiel nochmal alles, sodass sich der Ausflug nach Bautzen wirklich lohnte. Ein sehenswertes Hoch und Runter. Guter Fußball auf beiden Seiten. Und das zu guten Preisen, die  haben die Jungs und Mädels am Humboldthain nochmal überdacht. Statt vier Euro Einheitspreis, wie die Jahre zuvor, verlangt man nun nur noch drei für die Großen und zwei für die Kleinen. Dazu wie immer das köstliche Landskron vom Fass für 2,50 Penunzen.

 

Vor dem Spiel verabschiedeten die Budissen Spielertrainer Jens Schaumkessel, weshalb einer Rückkehr ins Steyer-Stadion jetzt wohl nichts im Wege stehen dürfte. Spielertrainervater Schaumkessel gab für seinen Sohnemann gleich mal eine Initiativbewerbung bei den Fans ab und berichtete bereitwillig von großen Schlachten, die er als alter DSC-Fan in der Regionalliga geschlagen hatte.

 

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Dresdner Sport-Club   2 (0)
Zschachwitz   5 (4)

 

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