Landesklasse Ost, 5. Spieltag: Neusalza-Spremberg - Dresdner Sportclub 3:1 (2:0)

 

Aufstellung: Ahnert - Forgber (70. Hildebrand), Niederlein, Nguyen, Käseberg - Deutschmann (46. Joneleit) - Thomas, Wetzel, Britschka, Hofmann (46. Pfitzner) - Herkt

 

Tore: 1:0 Marrack (27. Min), 2:0 Nulicek (39. Min), 3:0 Marrack (46. Min), 3:1 Herkt (78. Min)

 

ZuschauerInnen: 175

 

Bericht:

Im "Hexenkessel" Neusalza musste der DSC die zweite Saisonniederlage hinnehmen. Gegen robuste, sich aber weniger auf's Fußballspielen verstehende Hausherren unterlagen die Rothemden mit 3:0. Über weite Strecken bestimmten die Mannen von Stefan Steglich zwar das Geschehen, konnten sich aber letztlich kaum Torchancen erarbeiten.

 

Das sah bei den Hausherren kaum anders aus. Diese hatten diesmal lediglich das Hausrecht auf Effizienz gepachtet. Das 1:0 fällt nach einem Abstimmungsfehler in der mohnroten Defensive. Das 2:0 nach einem lang in den Strafraum geschlagenen Ball, den Nulicek ins Tor köpft. Marrack erzielt mit einer schönen Einzelleistung das vorentscheidende 3:0 kurz nach dem Pausentee. Das ganze unter "tosendem Applaus" des Heimanhangs.

 

Am Ende fehlte den Goldfüßen aus der Friedrichstadt die letzte Konsequenz im finalen Passspiel. Die Offensive agierte meist zu ausrechenbar. Wenn dann die Rot-Weißen aus vier Torschüssen auch noch drei Tore produzieren und jeden Fehler konsequent bestrafen, stehen am Ende halt nur null Punkte.

 

Dabei zeigten die Neusalzaer durchaus Unsicherheiten, wenn sie unter Druck gesetzt wurden. Auf der einen Seite lässt sich vermuten, dass die Glorreichen die Partie nach den jüngsten Erfolgserlebnissen zu leichtsinnig angingen, auf der anderen ließ man sich zu schnell von der körperlichen Spielweise der Oberlausitzer beeindrucken.

 

In einem Spiel, das mindestens auf Augenhöhe geführt wurde, machen dann eben ehemalige Oberligakicker, die es in der abgelaufenen Oberligasaison immerhin auf 16 Buden in 27 Begegnungen für Schiebock brachten, auch mal den Unterschied aus. Das hoffnungsvolle Talent bringt es im besten Fußballeralter gar auf 65 Einschläge in 155 Kicks in der höchsten NOFV-Klasse.

 

Umso höher schlug das Sportclubherz, als das Eigengewächs Herkt kurz vor Schluß nochmal Spannung aufkeimen ließ, nach Eckball auf 1:3 verkürzte und damit seinen ersten Treffer im mohnroten Dress markierte. Wenigstens etwas Positives, dass sich vom Hänscheberg mitnehmen ließ. Auch Tom Deutschmann spielte wieder mal groß auf und zeigte eine starke erste Halbzeit, fiel in der zweiten Halbzeit allerdings einer taktischen Umstellung zum Opfer. 

 

Das Heimpublikum schien dem Spiel vollkommen emotionslos gegenüber zu stehen, Torjubel? Fehlanzeige! Applaus? Fehlanzeige? Pöbeln? Nur die Dresdner! Dennoch ging vom einheimischen Personal eine herzliche Wärme aus. Auf Nachfrage wurde versichert, dass die Sicherheitsvorkehrungen nichts mit dem mohnroten Gastspiel zu tun haben, man sich Vorfeld lediglich auf erhöhten Bierkonsum vorbereitet hatte. Dem Spielverlauf war es letztlich geschuldet, dass der Gästeanhang, die an ihn gestellten Erwartungen, nicht erfüllen konnte.

 

Gegen Schiebocks Reservisten gilt's in die Erfolgsspur zurück zu finden, bevor das Derby ins oder außer Haus steht.

 

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