10. Spieltag, Landesklasse Ost: Dresdner SC - Rot-Weiß Bad Muskau 0:1 (0:1)

 

Aufstellung: Heyne – Grahle, Niederlein, Nguyen, Käseberg (72. Schulze) – Thomas, Wetzel, Britschka, Zacher (67. Herkt), Brunold – Pfitzner

 

Tor: 0:1 Zebrowski (36. Min)

 

Besonderes Vorkommnis: Woithe pariert Foulelfmeter von Britschka (71. Min)

 

ZuschauerInnen: 141

 

Bericht:

Obwohl der Gegner die wahrscheinlich längste Anreise der Saison auf sich nehmen musste, bekamen die die Anwesenden im Dresdner Ostragehege ein Nachbarschaftsduell zwischen dem fünften und dem sechsten Platz der Tabelle zu sehen. Der Staffelsieger von 2015 belegte vor der Partie den fünften Platz. Allerdings mit schon vier Punkten Vorsprung vor dem Sport-Club. Der Direktvergleich beider Mannschaften sprach hingegen deutlicher für die Gäste. In bisher elf Duellen hatten die Bad Muskauer acht mal die Nase vorn. Wobei der Sportclub dennoch die Hälfte der letzten sechs Aufeinandertreffen gewinnen konnte. 

 

Wie beim Sportclub in der Friedrichstadt, hat sich auch beim SV Rot-Weiß einiges am Gesicht der Mannschaft verändert. Immer wieder machten Gerüchte über die schlechte Stimmung im Team die Runde. Die Ex-DSCer Robert Gläsel und Manuel Kahlig wechselten bereits vor der letzten Saison zur Spielvereinigung Grün-Weiß aus Coswig. Die aktuelle Mannschaft verdeutlicht vor allem die Grenznähe der Parkstädter. Gleich neun Mann der Startaufstellung kommen aus dem polnischen Nachbarland, zwei wurden zudem eingewechselt.

 

Beim Sportclub hingegen hinterließ die lange Verletztenliste ihre Spuren in der Mannschaftsaufstellung und ließen Zweifel an den Chancen auf einen Heimdreier aufkeimen. Allerdings weniger aufgrund mangelnder Qualität, als aufgrund der fehlenden Abstimmung aufgrund mangelnder gemeinsamer Spielpraxis. So feierte Joe Zacher sein Startelfdebüt. Gröblehner und Sieradzki hatten sich beim Gastspiel in Neugersdorf verletzt. Zudem fehlten mit Deutschmann und Joneleit die Stamm-6er. Auch Kristian Waltschew wurde vergebens auf dem Line-Up gesucht. Erwartungsgemäß drückte Max Ahnert von draußen die Daumen. Unsere Nummer 1 hofft allerdings auf eine baldige Rückkehr ins Training und in die Startelf.

 

Obwohl manch Zuseher meinte, die bisher schlechteste Saisonleistung gesehen zu haben, war der Gegner nicht der Lage, eine besondere Überlegenheit herauszuarbeiten. Am Ende war ein Punkt vielleicht nicht unbedingt verdient gewesen, aber durchaus im Bereich des Möglichen. Die Gäste aus Bad Muskau hatte schon in Halbzeit 1 ein klares Chancenplus. Doch die dickste Möglichkeit vergeigte Daniel Pfitzner, freistehend vorm Gästetorhüter. Hier zeigte sich das größte Manko der derzeitigen Sportclub-Offensive. Unnötige Hektik. Es wäre vielleicht die bessere Variante gewesen, den Torhüter gekonnt aussteigen zu lassen, am anschließend abzuschließen oder quer zulegen, anstatt überhastet abzuschließen. Im Nachgang ist man allerdings immer schlauer. 

 

Während die Gäste ihrerseits ihre guten Chancen ebenfalls fahrlässig nicht nutzten, half der Schiedsrichter. Der Autor kann diese These allerdings nicht bestätigen und gibt hier lediglich Augenzeugen berichteten, die zum einen von einem glücklichen Slapstick Tor sprechen, zum anderen von einem irregulären Tor. Der von der Grundlinie geflankte Ball hätte sich zunächst über die Torauslinie bewegt und dann dank Effet zurück ins Feld, wo am langen Pfosten der ganze Corpus von Zebrowski gebraucht wurde, um den Ball über die Linie zu drücken.

 

Die Fans hatte zeitweilen kaum Zuversicht, dass sich an diesem Ergebnis etwas ändern würde. Unseren technisch beschlagenen Goldfüßen kommt das holprige Geläuf des Steyer-Stadions wenig entgegen. Neue Hoffnung brachte der eingewechselte Adrian Herkt, der sogleich für Furore sorgen sollte. Der DSC agierte nun mit zwei Spitzen. Besagter Herkt drang in der 70. Minute in den Strafraum ein und wurde strafwürdig gelegt. Auch hier gingen die Meinungen auseinander, ob im oder außerhalb der Box. Der Schiedsrichter hatte das Foul ebenfalls innerhalb gesehen. Marco Britschka schoss allerdings zu schwach und der Torwart der Gäste hatte keine Mühe zu parieren.

 

Fans und Mannschaft waren allerdings endlich erwacht und die letzten zwanzig Minuten feuerten die Fans ihre Mannschaft konsequent an. Das könnten wir mal öfters machen. Nur kurze Zeit später verbuchte der Sportclub nämlich die nächste große Chancen. Wieder war es Herkt, der in den Strafraum geschickt wurde und den Torwart aussteigen ließ. Allerdings hatte er sich den Ball zu weit vorgelegt, um direkt abschließen z können. Sein Querpass konnte zur Ecke geklärt werden. Die Ecken waren an sich ein eigenes Thema in diesem Spiel. Gefühlte tausend Ecken konnten die Mannen von Stefan Steglich verzeichnen, allerdings aus keiner konnte auch nur der Hauch von Gefährlichkeit generiert werden. Woran liegt's? Mangelnder Präzision? Kopfballschwäche? Das Gleiche gilt für die Freistöße. In den aller seltensten Fällen werden die Torhüter des Gegners vor Herausforderungen gestellt. Mehr Selbstvertrauen Herr Britschka!  Du kannst das und wir alle wissen's!

 

Die letzte Viertelstunde war ein Spiel zweier Mannschaften mit offenem Visier, wobei es keiner Elf gelang die Fehler der gegnerischen Équipe konsequent zu bestrafen. Letztendlich ist der Sieg für die Gäste verdient. Sie spielten vor allem in der ersten Halbzeit zielgerichteter Fußball. Der DSC oftmals zum umständlich. In besten Abschlussgelegenheiten wir der Ball lieber noch einmal auf die Außen geschoben, um per Querpass die 100% zu generieren. Manchmal macht's aber auch der Hammer aus 18 Metern. Wie schwer die Gäste diesen Sieg zu erkämpfen hatten, zeigt der befreiende Jubel nach dem Abpfiff.

 

Egal Jungs. Nächste Woche gibt's drei Punkte in Radebeul und vielleicht tragen auch die Fans von Beginn an wieder ihren Beitrag zum gemeinsamen Triumph bei. Come on Sportclub, kämpfen und siegen!

 

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29. Oktober 2017, 11.00

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