17. Spieltag, Landesklasse Ost: Dresdner SC 1898 - SG Crostwitz 1:0 (0:0)

 

Aufstellung: Ahnert – Nguyen, Käseberg, Niederlein, Sieradzki (46. Grahle) – Deutschmann (67. Joneleit) - Thomas (74. Waltschew), Britschka, Wetzel, Wölk – Herkt

 

Tor: 1:0 Wetzel (78. Min)

 

Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rot Grahle (82., wdh. Foulspiel)

 

ZuschauerInnen: 213

 

Bericht:

Nachdem vor gut einer Woche Fortuna Trebendorf mit einem souveränen und ungefährdeten 3:0-Auswärtssieg niedergerungen werden konnte, richtete sich der Fokus der nun seit vier Spielen ungeschlagenen DSC-Kicker auf das anstehende Heimspiel gegen die formstarken Mannen der SG Crostwitz.

 

Das Motto lautete: Serie ausbauen! Mit entsprechendem Elan und Vorfreude auf das Spiel traf sich ein Teil des mohnroten Anhangs bereits zwei Stunden vor dem Anpfiff. Bei traumhaft schönem Frühlingswetter sollte der Fokus dabei nicht nur auf dem Benetzen der klammen Kehlen liegen, denn für einige trat der Fußball die letzten Tage in den Hintergrund. Kurzerhand wurde beschlossen, den tags zuvor verstorbenen Altona 93- und Sportclub-Fan Matthias würdevoll zu verabschieden. Mit viel Eifer wurde gepinselt und so verging die Zeit bis zum Beginn des Spiels wie im Flug. Dass dieser Einfall Anklang fand, wurde dann zu Spielbeginn mit dem Hochhalten des Transparentes und deutlich zu vernehmenden ‚Altona Altona‘-Rufen untermauert. Wir haben Matthias als aufgeschlossenen und begeisterungsfähigen Sportsmann kennen und schätzen gelernt. Es verführte das gepeinigte DSC-Herz zu einem gewissen Stolz, dass ein Hamburger die weite Strecke auf sich nimmt, nur um einem niederklassigen Spiel unserer Goldfüße beizuwohnen. Auf diesem Weg brachten wir unsere Anteilnahme für seine Altonaer Weggefährten und unsere Trauer über den schmerzlichen Verlust, nicht nur unseres Glücksbringers, sondern eines echten Unikats zum Ausdruck.

 

 

Beide Mannschaften begannen dann eher abwartend. So richtig traute sich keine der beiden Truppen aus der Deckung. Der DSC hatte vor allem durch den umtriebigen Britschka immer wieder gute Ansätze im Spielaufbau, doch so richtig zwingende Chancen ergaben sich nicht. Irgendwie fehlte der letzte Zug zum Tor. Erst in der 25. Minute kam der Sportclub nach einem Stellungsfehler der sonst gut stehenden Crostwitz-Abwehr zur ersten Torchance. In der Folge boten sich allerdings keine weiteren Chancen, sodass es mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Pause ging.

 

Immerhin satte 213 Zuschauer fanden sich an diesem Samstag auf der Steintribüne ein. Darunter befanden sich auch stolze 30 Schlachtenbummler aus der Oberlausitz. Auf diesen Ansturm war beim DSC wohl niemand so recht vorbereitet. Dieser Umstand spiegelte sich auch im Ausverkauf des Grillguts kurz nach Ende der Halbzeit wieder.

 

Die zweite Hälfte begannen die Hausherren dann deutlich engagierter. Dementsprechend entwickelten sich auch gute Gelegenheiten für die Gastgeber. Vor allem Herkt verpasste mehrmals knapp. In der 78. Minute war der Bann dann aber gebrochen und der Friedrichstädter Anhang konnte letztlich doch noch jubeln. Nach traumhaftem Konter über die rechte Seite nahm sich der starke Wölk den Ball, zog im Alleingang durch die Mitte drei Abwehrspieler auf sich und legte auf den links mitgelaufenen Wetzel quer. Der Kapitän des DSC blieb cool und verwandelte frei vor dem gegnerischen Torwart eiskalt zum 1:0.

 

In der Folge mussten die Friedrichstädter nochmals zittern, da der zur Halbzeit eingewechselte Grahle nach wiederholtem Foulspiel in der 82. Minute die gelb-rote Karte sah. Mannschaftsdienlich verhinderte Grahle mit einem taktischen Foul eine Riesenchance für die Gäste, kassierte dafür den berechtigten Feldverweis und hatte damit entscheidenden Anteil am 1:0-Sieg. Auch in Unterzahl passierte in der Schlussphase nicht mehr viel. Die Steglich-Elf verwaltete gekonnt die knappe Führung und nach der 2-minütigen Nachspielzeit konnte der gut aufgelegte Anhang den Sieg und damit das fünfte ungeschlagene Spiel in Folge bejubeln.

 

Mit diesem immens wichtigen Sieg rückt der Sportclub vorerst auf Rang fünf in der Tabelle und legt acht Punkte zwischen sich und einen Abstiegsplatz. Bereits kommenden Samstag erwartet den DSC das nächste Heimspiel. Dann geht es gegen den Tabellennachbarn aus Neusalza-Spremberg. Da dieses Spiel das vorerst letzte Spiel von Publikumsliebling Britschka sein wird, dürfte dies für jeden eingefleischten Sportclub-Fan ein ganz besonderes Spiel werden. Auch die eine oder andere Träne wird beim Anhang nicht zu vermeiden sein. In diesem Sinne: Ha Ho He, DSC!

 

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Letztes Spiel:

Dresdner Sport-Club   2 (0)
Zschachwitz   5 (4)

 

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