1. Hauptrunde, Stadtpokal: Dresdner SC 1898 - SG Weißig 2:1 n.V. (1:1, 0:0)

Aufstellung: Schouppe – Nguyen, Riedel, Wutschke, Schulze (65. Al Akied) – Zacher (78. Berg), Hoffstadt, Pfitzner (106. Milic), Sieradzki – Thomas, Wetzel


Tore: 1:0 Thomas (53.), 1:1 C. Günther (72.), 2:1 Wetzel (120.+1)

 

ZuschauerInnen: 168 (Heinz-Steyer-Stadion)

 

Bericht:

Als vor ein paar Wochen die erste Pokalrunde ausgelost wurde, musste das Sportclub-Herz kurz tief durchatmen. Natürlich wurde beim Club auf ein einfaches Los gehofft, als die SG Weißig aus dem Topf gezogen wurde. Doch wer den Pokal gewinnen will, der muss sowieso jeden schlagen. Was schlichtweg falsch ist, weil sich des Öfteren eine Truppe ins Finale mogelt, die sich nur mit den weniger favorisierten Teams herumwurstet, während sich auf dem anderen Ast des Turnierbaums die Top-Anwärter duellieren und gegenseitig rauskegeln.

 

Die SG Weißig stellte auf jeden Fall ein interessantes Los dar. Zu Saisonbeginn wurden die Grün-Weißen aus der Vorstadt als Topfavorit auf den Aufstieg gehandelt, derzeit befinden sich die Schützlinge von Thomas Klippel nach vier sieglosen Partien allerdings in einem kleinen Loch. Dennoch versprach die mit vielen jungen Talenten gespickte Truppe eine sportlich ansprechende Partie.

 

Als dann endlich angepfiffen wurde, entwickelte sich zunächst eine einseitige Partie. Der Sportclub begann mit einem furiosen Auftaktrodeo. Hoffstadt und Wetzel, Wetzel und Hoffstadt waren die bestimmenden Namen dieser Phase, die sich im Zusammenspiel mit ihrer Offensivkollegen die eine oder andere Chance erarbeiten. Allerdings verteidigten die Weißiger gut und hatten offenbar die Devise „so lange wie möglich die Null halten“ ausgegeben. Die Hintermannschaft der Gäste ließ somit kaum eine zwingende Chancen zu, auch wenn Rentzsch zwei gute Gelegenheiten bekam, seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Diese Spielanlage ging logischerweise zu Lasten der eigenen Angriffsfreudigkeit.

 

Nach den guten Aktionen in den 20 Minuten des Beginns verlief der Rest der ersten Hälfte weitestgehend ohne Höhepunkte. Es bedurfte dem Anpfiff zum zweiten Durchgang, der für Robert „Usain“ Thomas den Hallo-Wach-Gruß darstellte. Obwohl die SGW nun den besseren Eindruck hinterließ und zur ersten Chance des Spiels kam, ging der Sportclub in Führung. Aus einem Einwurf in der eigenen Hälfte entwickelte sich die erste 100%-Chance für den Sportclub. Thomas startet noch vor der Mittellinie, dazu weit auf dem Flügel, mit dem Ball am Fuß ins Dribbling und überläuft seinen Gegenspieler, dringt in den Strafraum ein und steht schließlich vor dem bisher sehr gut parierendem Rentzsch. Diesmal ist der Weißiger Schlussmann allerdings machtlos und Thomas schiebt den Ball durch die Hosenträger.

 

Da war es wieder. Dieses erhabene Gefühl der unantastbaren Sportclub-Führung. Da die SG Weißig bis dahin in der Offensive noch nicht wirklich stattgefunden hatte, sollte es das doch gewesen sein, mit dieser wunderbaren Einzelaktion und dem Tor zu Führung. Und als die 70. Spielminute bereits anriss, hätte unsere Doppelspitze in schönem Zusammenspiel bereits den Sack zu machen können. Stattdessen gibt’s Freistoß im Mittelfeld, der elegant vors Tor geprügelt wird, wo Günther ansehnlich zum Ausgleich einköpft.

 

Schimpf und Schande, sowie böse Flüche. Verflixt noch eins. Der Sportclub steckte allerdings nicht auf und drängte wieder auf die erneute Führung. Die Bemühungen verliefen allerdings zumeist im Sande bzw. im Rückraum. Zudem kommen die Weißiger noch einmal gefährlich vors Schouppe-Tor, doch der schöne Pass von Hempel findet in Schult keinen Abnehmer. Es gibt also Verlängerung. Das hatten wir doch letztes Jahr schon. In Wesenitztal musste sich der Sportclub in der ersten Runde geschlagen geben. Allerdings nach Elfmeterschießen. Robert Thomas setzte alles daran, diese Lottonummer zu verhindern, und direkt nach Wiederanpfiff hat unser 14er die Chance. Alles macht er richtig, wirklich alles, doch die Krake Rentzsch im Weißiger Kasten pariert mit einem unglaublichen Reflex die bereits sicher geglaubte Führung.

 

Bei den Gästen schwanden nun zunehmend die Kräfte. Der Sportclub spielte hingegen seine physisch deutlich bessere Verfassung aus. Selbst Daniel Pfitzner weilte in der Verlängerung noch auf dem Platz und setzt zum sehenswerten Parade-Tackling an. Die Defensive der Gäste befand sich in der Auflösung und Kapitän Hoffstadt schlug immer wieder gefährliche Bälle auf den Flügel. Allerdings litt bei den Mohnroten die Konzentration und Rob-T kann nach seinen 30-Meter-Dribblings keine gefährlichen Aktionen mehr einleiten.

 

In der zweiten Halbzeit der Verlängerung tritt auch das ansonsten gute Schiedsrichtergespann ins Rampenlicht. Immer wieder lange Bälle suchen die frischen Beine der eingewechselten Angreifer Jonathan Berg und Aleksander Milic. Letzterer ist frei durch und haut den Ball ansehnlich in den Winkel. Allerdings wurden die Angriffsbemühungen dreimal vom Schiedsrichter-Assistenten beendet, der die Mohnroten im Abseits wähnte.

 

 In der ersten der angezeigten zwei Minuten Nachspielzeit zur Verlängerung gibt es nach einem Foul an Hoffstadt einen Freistoß. Dieser wird allerdings wenig prickelnd vors Tor getreten und kann abgewehrt werden. Der abgewehrte Ball wird vovn Julius Wetzel abgefangen, der am 16er lauert und zum schnicken ansetzt. Der Junge schlägt einen Hacken, dann noch einen irren Iwan und feuert den Ball schließlich in den Winkel. Bäääääääääääm. Was ein Tor. Der Rest ist Jubeltraube. Noch eins zwei mal zur Eckfahne marschiert, finito. Ein am Ende verdienter Sieg in einer spannenden Partie.

 

Verabschiedet wurde vor dem Spiel vom Verein und nach dem Spiel von Fans und Mannschaft Maxi Schulze, der zum Studium nach Cottbus geht. Zwar möchte der sympathische Brandenburger noch ab und an bei der zweiten aushelfen, dennoch geht dem DSC ein toller Charakter verloren, der sich mit seiner sympathischen Art viele Pluspunkte erarbeitet habe. Danke Schulle, Du bist ein ganz feiner Kerl!

 

Bilder:

 

Nächstes Spiel:

08.12. - 14:00

SV Sachsenwerk (H)

 

Letztes Spiel:

SG Weißig
  1 (0)
Dresdner SC
  4 (1)

 

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