8. Spieltag, Stadtoberliga: Dresdner SC 1898 - SV Loschwitz 6:0 (3:0)

 

Aufstellung: Schouppe – Nguyen, Kluge, Riedel, Sieradzki – Al Akied, Wutschke, Zacher (46. Müller), Thomas – Wetzel (71. Hoffstadt), Forgber (64. Petko)

 

Tore: 1:0, 2:0 Wetzel (12, 13.), 3:0 Forgber (27.), 4:0 Sieradzki (78.), 5:0, 6:0 Thomas (84., 87. )

 

ZuschauerInnen: 111

 

Bericht:

Was war das denn für eine (über weite Strecken) großartige Leistung? Der SV Loschwitz, im Kreisligavolksmund, aufgrund des europapokalflairversprühenden Charmes, liebevoll sächselnd "FC Brügge" genannt, erlebte im Heinz-Steyer-Stadion sein Blaues Wunder.

 

Es begann furios, mit einem wunderschönen Steilpass in die Lücke wurde Julius Wetzel auf Reisen geschickt und der Ball zappelte im langen Eck. Zuvor hatte Wutschke nach einem Eckball von Sieradzki bereits die Führug auf dem Fuß, sein Schuss landete allerdings am Pfosten.

 

Die Partie war kaum wieder angepfiffen, und erneut hatte Julius Wetzel das Runde im Eckigen unter gebracht. Adip Al Akied hatte als Vorbereiter mit einer 1A-Flanke geglänzt. Torjäger Wetzel hätte Not und Mühe gehabt, hätte er diese fantastische Vorlage nicht im Tor unterbringen wollen, wie sein Kollege Robert Thomas frotzelnd meinte, "da konnter ni mehr weg".

 

Der Sportclub attackierte weiter munter drauf los und hatte gute Chancen. Vor allem Thomas setzte sich immer wieder stark durch, agierte allerdings vor des Gegners Hüter zu nachlässig und brachte seine guten Möglichkeiten nicht im Gehäuse unter.

 

Schließlich glänzte Olaf Sieradzki, der wieder mit einer sehr guten Leistung aufwartete, durch seine Vorbereiterqualitäten, seine Flanke wurde allerdings knapp verpasst und rutschte auf Thomas durch, der sich ein Herz fasste und den Ball straff in den Strafraum prügelte, unverwertbar für jeden halbwegs talentierten Fußballer, hielt Daniel Forgber seinen schlappen in diese "Flanke" und lenkte den Ball per Bogenlampe über den Hüter zum 3:0. Juli Wetzels Chance auf den lupenreinen Hattrick war dahin.

 

Zur Strafe wurde Joe Zacher zur Halbzeit ausgewechselt und Juli ins Mittelfeld zurückbeordert, Thomas rückte dafür ins Sturmzentrum und Hannes Müller übernahm Zachers Rolle im Midfield. Ich bestellte mir derweil "Einmal Rochade in Senfsauce, Bitte!" In der Folge agierte der Sportclub nicht mehr ganz so souverän und brachte Loschwitz unnötig zu Halbchancen, die aber nur unzureichend angegangen wurden.

 

Das Prunkstück des Sportclub-Spiels war sowieso die Abwehr. Eine Augenweide war es, wie sich die Sportclub-Veteranen Kluge und Long zusammen mit Sascha "Air" Riedel im raffinierten Kurzpassspiel aus der ein oder anderen weinroten Umklammerung befreiten und dann mit kraftvollen Tempodribblings die Gegenangriffe einleiteten.

 

Nach einer halben Stunde brachte Coach Wege Kapitän Hoffstadt, um wieder ein wenig Ordnung ins Spiel zu bringen. Nun verspürte der Sportclub auch wieder Torhunger und der lang geschickte Thomas düppierte im 1:1 seinen Gegenspieler. Per Schürtze wurde der Ball auf den zentral frei stehenden Sieradzki weiter geleitet, der die Murmel auch schön mitnahm und über den heraus stürmenden gegnerischen Torhüter lupfte. Anschließend musste der Ball nur noch über die Torlinie geschoben werden.

 

Beim 5:0 ist Robert "Mohamed Salah" Thomas endlich mal frei durch und versenkt ungefragt im rechten Winkel. Zuvor hatte der Maestro bereits als dreifacher Vorbereiter geglänzt, allerdings selbst noch nicht netzen können und haderte vergebens mit seinen (wenigen) technischen Mängeln. In der einen Sekunde noch als lebende Prellwand getarnt, saugte "T-Bone" Thomas in der nächsten unmögliche Flankenbälle aus der Luft und verzückte die wenigen ZuschauerInnen. Doch nach dem Slapstick-Tor zum 6:0 schwanden auch die selbstkritischen Stirnesfalten und lösten sich in verdiente Zufriedenheit auf. Drei Assists und zwei Tore, "Carlsberg Man of the Match", wie man in Anfield sagen würde.

 

Ein entspannter, unaufgeregter, souveräner Heimsieg. Sportclub-Herz was willst du mehr. Danke an die Mannschaft und das Trainerteam. 111 ZuschauerInnen waren schon bissl mau. Da sind wir schonmal erfolgreich und Tabellenführer, das könnte dann auch ein wenig stärker honoriert wären.

 

Bilder:

 

Nächstes Spiel:

18.11. - 13:00

SV Eintracht Dobritz (A)

 

Letztes Spiel:

Dresdner SC
  0 (0)
VfB Hellerau-Klotzsche
  2 (1)

 

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