Landespokal Sachsen

 

Ausscheidungsrunde | So., 12.08.2012 | 15:00 | Heinz-Steyer-Stadion

 

 

Dresdner Sportclub 1898

 

 

5:3(1:1)

 


SV Großpostwitz-Kirschau

 

 

Aufstellung: Remwolt - Haase, Zillich, Niederlein, Berthold (63. N. Opitz) - Hoffmann (76. Hupka), von Galen, Forgber, Kuon - Heinrich, Rittner

 

Tore: 0:1 Töppel (15. Min), 1:1 Heinrich (16. Min), 2:1 Hoffmann (53. Min), 3:1 Heinrich (56. Min), 4:1 Kuon (FE/73. Min), 4:2 Thomas (82. Min), 5:2 Heinrich (86. Min), 5:3 Hovorka (87. Min)

 

Besondere Vorkommnisse: 73. Min rote Karte Heidan [SVG] (Notbremse)

 

Zuschauer: 199

 

Bericht:

 

Der Sonntag sollte für die DSC-Familie ganz im Zeichen des Stadt- bzw. Landespokals stehen. Den Anfang sollte um halb elf die Zweite machen, gegen die SG Weißig ging es um den Einzug in die erste Hauptrunde des Stadtpokals. Doch bevor der Ball rollte, mussten DSC- Fans und -Spieler erst einmal die Nachricht verdauen, dass unser langjähriger Wegbegleiter Spitze im Alter von 77 Jahren von uns gegangen war. Mit jeweils einer Schweigeminute vor dem Spiel der Ersten und Zweiten gedachten Spieler, Offizielle und Fans einem der treuesten Fans, die sich ein Verein wünschen kann. Mach's gut Spitze, ruhe in Frieden.

Wie schon beim Testspiel gegen Dölzschen lief auch im Pokalspiel spielerisch nicht viel zusammen bei unserer Zweiten. Weißig, auch bedingt durch den frühen Führungstreffer, bestimmte die gesamte Partie, ohne sich dafür aber wirklich anstrengen zu müssen. Nur vereinzelt kamen die Schwarz-Roten überhaupt zu Chancen, außer einem gefährlich getretenen Zorn-Freistoß gab es in der ersten Hälfte keine Tormöglichkeiten für die Zweite. Auch nach dem Pausentee langweilte sich Weißig-Tormann Böhmer, erst gegen Ende der Partie drehten die Friedrichstädter noch einmal auf, doch bis auf einen Pfostentreffer von Zorn konnten keine zwingenden Chancen erspielt werden. Somit ist das Abenteuer Stadtpokal für die Zweite bereits wieder beendet.

Besser machen sollte es dann die Erste, die in der Ausscheidungsrunde des Landespokals den SV Großpostwitz-Kirschau erwartete. Beiden Teams fehlte noch der eine oder andere wichtige Akteur, so beispielsweise auf Seiten der Schwarz-Roten Kapitän Alex Preißiger oder Der Onkel von Andre. Die Großpostwitz-Kirschauer mussten dagegen auf die oberligaerfahrenen Torhüter Stefan Schier und Ronny Gutte oder den gefährlichen Stürmer Jan Beranek verzichten. Nach einer kurzen Abtastphase, in der Neuzugang Niels Remwolt einen gefährlichen Schuß abwehren musste, wurde Antonius Töppel in der 15. Minute von rechts im Strafraum angespielt, konnte sich gegen die heraneilenden Verteidiger durchsetzen und zum 0:1 für seine Farben einnetzen. Doch die Freude bei unseren Kontrahenten aus der Oberlausitz währte nicht lange, nur zwei Minuten später brachte Niko Kuon eine perfekte Flanke in den Großpostwitzer Strafraum, welche von Stürmerstar Heino per Direktabnahme zum Ausgleich verwandelt wurde. Danach passierte nicht mehr viel, beide Abwehrreihen ließen kaum noch Chancen zu.

Sportdirektor Stefan Steglich, der in diesem Spieler als Trainer fungierte, schien die richtigen Worte bei der Halbzeitansprache gefunden zu haben, denn nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff schlich sich Neuzugang Elias Hoffmann in den Rücken der gegnerischen Abwehr, Daniel Forgber schickte ihn aus dem Halbfeld mit einem wunderbar getimtem Pass in Richtung Tor und ganz abgebrüht hob Hoffmann den Ball über den herauseilenden Torwart. Ein wunderbares Tor, bei dem jedem Fußballliebhaber das Herz aufgeht. Danach hatte der DSC ordentlich Aufwind und bestürmte das Tor der Gäste. Die Hauptdarsteller zum 3:1 und 4:1 waren dann wiederum Nico Kuon und Heino, zuerst wurde Heino von dem sympathischen Badener mit einem schönem Pass vor das Tor der Gäste geschickt, wo der gebürtige Nieskyer problemlos knipsen konnte, danach wurde Heino im gegnerischen Strafraum niedergerissen und Kuon verwandelte den fälligen Elfmeter. Nach dem etwas unnötigen Anschlußtreffer zum 4:2 erzielte Heino gar sein drittes Tor, diesmal hatte Fronk Rittnery die Vorlage geliefert. Das 5:3 nach Foulelfmeter interessierte dann niemanden mehr und ging im allgemeinen Siegesjubel unter.

Vor 199 Zuschauern lieferte der DSC eine prima Leistung ab, die Lust auf mehr macht. Die letzten zwei Gegentore waren zwar völlig überflüssig, Trainer und Mannschaft werden diese auswerten und an den Fehlern arbeiten.

 

Bilder: